BZ-Home Lord Fosters Masterplan f�r Duisburg Fl�chennutzungsplan



BZ-Sitemap

DU: 114 Kilometer
Wasserfront


Masterplan Duisburg oder �Duisburg wie es fr�her war�?:

Die Bedeutung der Innenstadt vor 40 Jahren


Duisburgs Projekte zum Emscher-
landschaftsplan

Archiv 2011

Archiv ab 2010






 
Stadtentwicklung und neuer Masterplan Duisburg  - Duisburg historisch - und heute 
Fl�chennutzungsplan-�nderung mit B�rgerbeteiligung

Duisburg, 21. Mai 2007 - Seit 1986 gilt der jetzige Fl�chennutzungsplan, der nach der kommunalen Gebietreform 1975 erarbeitet worden war. Grund genug, nach den Materplanpr�sentation her den aktuellen Bedarf (demografische Entwicklung, Bev�lkerungsschwund, Abwanderung) bzw. die zuk�nftige Ausrichtung der Entwicklung mehr als nur strategisch zu beackern. Die Stadt hat seit 1986 einen erheblichen Wandel erlebt, dies im wirtschaftlichen - ganze Fabriken machten dicht - sowie Bev�lkerungspolitischen Sektor mit Abwanderungen, die fast den sechsstelligen Bereich erreichen. Gleichzeitig stiegen die Anspr�che der Bev�lkerung nach mehr Wohnbedarf (Eigentum), Freiezeit- und Kulturangeboten, g�nstigen Verkehrsbedingungen aber auch nach besserer Lebensqualit�t im direkten Wohnumfeld generell (Nahversorgung). Diesen Vorgaben wird ein so veralteter Fl�chennutzungsplan nicht mehr gerecht.
Auf einer Wochenend-Klausurtagung im April wurde beschlossen, den inzwischen mehr als 20 Jahre alten Fl�chennutzungsplan grundlegend neu zu fassen. Dazu sollen als erste Schritte zun�chst einmal fachlichbezogene Masterpl�ne und Teilraumentwicklungspl�ne entwickelt werden. Die Mitglieder der Verwaltungsvorstandskonferenz haben sich darauf verst�ndigt, Planungen der einzelnen Fachbereiche wie z.B. Umwelt- oder Kulturentwicklungsplanung auf den neuen Fl�chennutzungsplan abzustimmen. Einigkeit bestand auch dar�ber, dieses Vorhaben als gemeinsame Verantwortung des Vorstands unter Federf�hrung und Moderation des Beigeordneten Dressler zu begreifen.
Der gesamte Prozess soll auf der Basis einer intensiven Beteiligung der B�rgerschaft, der Wirtschaft sowie von Verb�nden und Institutionen angelegt sein. Oberb�rgermeister Sauerland und
Stadtentwicklungsdezernent J�rgen Dressler (Fot0) messen dem Verabredeten eine gro�e Bedeutung bei: "Dass sich der Verwaltungsvorstand mit diesem Thema so unglaublich intensiv und konstruktiv auseinandergesetzt hat, zeigt, dass er sich der Bedeutung des Themas ebenso bewusst ist wie der Notwendigkeit zur gemeinsamen Verantwortung und zu fach�bergreifendem Handeln. Der Verwaltungsvorstand hat an diesem Wochenede somit eine wichtige Weichenstellung f�r weitere Zukunftsgestaltung dieser Stadt vorgenommen." Mit B�rgervereinen, Initiativen soll nun analog zum Masterplan Innenstadt oder dem Projekt "Gr�ng�rtel Nord", Duisburg an den Rhein usw. gemeinsam die Umsetzung an eine lebens- und liebensw�rdigere Stadt angegangen werden. Der B�rger registriert dies mit �berraschung und ein wenig Genugtuung. Er wei� doch schlie�lich sehr genau, wo es im direkten Umfeld hakt und was gut ist, trotzdem sind  Wahrnehmungen der unterschiedlichsten Art unter einem Hut zu bringen.
F�nf bis sechs Jahre soll die grobe Planungsphase dauern. "Es gilt alle Planungsbereich und Bev�lkerungsgruppen mit einzubeziehen", so Dressler.

Masterplan Innenstadt: Frauenb�ro legt au�ergew�hnlichen Forderungskatalog vor � breite B�rgerinnenbeteiligung bildete Grundlage 

Duisburg, 18. Mai 2007 - Auf au�ergew�hnliche �ffentliche Beachtung st��t derzeit der Forderungskatalog des Frauenb�ros der Stadt Duisburg zum Masterplan Innenstadt des Londoner B�ros Foster & Partners. Die Duisburger Frauenbeauftragte, Doris Freer, erh�lt aktuell t�glich Nachfragen zu Einzelprojekten oder nach Referaten zum Gesamtkonzept, und dies aus Duisburg und �berregional, so vom Deutschen St�dtetag und vom RVR (Regionalverband Ruhrgebiet).
Die Besonderheit des Papiers � auch im �berregionalen Vergleich � ist, dass es hier auf Initiative der Duisburger Frauenbeauftragten gelang, frauenspezifische Belange in ein st�dtisches Projekt von dieser Gr��enordnung und Bedeutung f�r die Stadtentwicklung einzubringen. Dazu Doris Freer: �Frauen, immerhin mehr als die H�lfte der Bev�lkerung, haben spezifische Anforderungen an die Stadtplanung. Auch im gesamtst�dtischen Interesse hat das Frauenb�ro mit gro�em Engagement daf�r gesorgt, dass spezielle frauenspezifische Interessen an der Innenstadtentwicklung ermittelt und in das Foster-Konzept eingebracht wurden und werden. Zielgruppenspezifische Stadtplanung, insbesondere auch die Orientierung an geschlechtsspezifischen Interessen, ist nach aktuellem Forschungsstand als Markenzeichen eines hochwertigen St�dtebaus zu werten. �berall in Duisburg ist derzeit eine gro�e Aufbruchstimmung zu sp�ren und die wollen wir nutzen und dazu beitragen, die Innenstadt speziell f�r Frauen, Familien und Kinder lebenswerter zu gestalten.� 

An der Erarbeitung eines umfangreichen Forderungskatalogs �Frauenforderungen/ Empfehlungen an eine nachhaltige Innenstadtentwicklung in Duisburg� zum Masterpan Innenstadt  haben sich auf Einladung des Frauenb�ros das �Duisburger Frauennetzwerk Lokale Agenda 21�, die unterschiedlichsten Frauenreinrichtungen und interessierte B�rgerinnen im Rahmen einer Anh�rung durch das B�ro Foster & Partners und im Kontext einer gro�en Duisburger Frauenkonferenz beteiligt. 
Das Papier enth�lt die grunds�tzliche Forderung nach  Beachtung von Frauenbelangen wie Sicherheitsinteressen, Umweltfreundlichkeit und Gesundheitsf�rderung bei allen Vorhaben, z.B. im Kontext der Forderung nach Umgestaltung des Kant-Parks in einen kombinierten Bewegungs- und Kulturpark mit Gesundheitspfad. Der Katalog der Einzelprojekte enth�lt Empfehlungen bzw. Forderungen nach einem Frauenwohnprojekt �Beginenhof�, beantwortet die Frage, wie eine Innenstadt m�tter-, kinder- und famileinfreundlich(er)  gestaltet werden kann und fordert und beschreibt die Einrichtung eines sog. �Fairkaufs�-Zentrums mit einer speziellen Kombination von Produkt- und Beratungsangeboten. 
Derzeit passiert die entsprechende Ratsvorlage unterschiedliche Aussch�sse. Wer nachlesen m�chte, kann die Ratsvorlage im Frauenb�ro anfordern unter Tel. 0203/283-3316 oder frauenbuero@stadt-duisburg.de.

Ergebnis einer Klausurtagung der Verwaltungsspitze: unter Einbeziehung des Masterplans und der B�rgerschaft Fl�chennutzungsplan Duisburg grundlegend neu auszurichten

Duisburg, 19. April 2007 - Auf einer Wochenend-Klausurtagung wurde beschlossen, den inzwischen mehr als 20 Jahre alten Fl�chennutzungsplan grundlegend neu zu fassen. Dazu sollen als erste Schritte zun�chst einmal fachlichbezogene Masterpl�ne und Teilraumentwicklungspl�ne entwickelt werden. Die Mitglieder der Verwaltungsvorstandskonferenz haben sich darauf verst�ndigt, Planungen der einzelnen Fachbereiche wie z.B. Umwelt- oder Kulturentwicklungsplanung auf den neuen Fl�chennutzungsplan abzustimmen.
Einigkeit bestand auch dar�ber, dieses Vorhaben als gemeinsame Verantwortung des Vorstands unter Federf�hrung und Moderation des Beigeordneten Dressler zu begreifen.
Der gesamte Prozess soll auf der Basis einer intensiven Beteiligung der B�rgerschaft, der Wirtschaft sowie von Verb�nden und Institutionen angelegt sein.
Stadtentwicklungsdezernent J�rgen Dressler (Fot) misst dem Verabredeten eine gro�e Bedeutung bei: "Dass sich der Verwaltungsvorstand mit diesem Thema so unglaublich intensiv und konstruktiv auseinandergesetzt hat, zeigt, dass er sich der Bedeutung des Themas ebenso bewusst ist wie der Notwendigkeit zur gemeinsamen Verantwortung und zu fach�bergreifendem Handeln. Der Verwaltungsvorstand hat an diesem Wochenende somit eine wichtige Weichenstellung f�r weitere Zukunftsgestaltung dieser Stadt vorgenommen."

Erstes Projekt des Masterplans auf den Weg gebracht
Multi Development und Sparkasse Duisburg wollen Stadtfenster realisieren

Cannes/Duisburg, 14. M�rz 2007 - Stadtfenster hei�t das Projekt, das heute am Rande der MIPIM in Cannes

vorgestellt worden ist. Axel Funke, Gesch�ftsf�hrer von Multi Development Germany GmbH, und Artur Grzsiek, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duisburg, wollen gemeinsam den Neubau der Stadtbibliothek und der Volkshochschule in Duisburg realisieren. Auf einem ca. 13.000 Quadratmeter gro�en Grundst�ck, dem Standort des ehemaligen Boecker-Hauses, an der Steinschen Gasse / Ecke M�nzstra�e soll das Geb�ude entstehen. Multi Development tritt dabei als Projektentwickler, die Sparkasse Duisburg als Investor auf. Das Projekt ist das erste des Masterplans f�r die Duisburger Innenstadt, das auf den Weg gebracht werden soll.
Neben der VHS und der Stadtbibliothek soll das neue Geb�ude das vom Rat der Stadt Duisburg beschlossene NS-Dokumentationszentrum aufnehmen. Erg�nzend sind etwa 4.000 Quadratmeter Einzelhandelsfl�che geplant.
Der architektonische Entwurf stammt von dem B�ro Bolles + Wilson Freie Architekten aus M�nster, die Sieger des Architektenwettbewerbs sind. Das international renommierte Architekturb�ro hat bereits die Stadtbibliothek in M�nster und die BEIC Milan Library in Mailand geplant. 
Vorbehaltlich der noch vom Rat der Stadt Duisburg zu treffenden Beschl�sse k�nnen sich die Partner vorstellen, bereits im Sommer 2007 mit den Bauarbeiten am ehemaligen Boecker-Geb�ude zu beginnen. Die Fertigstellung w�re dann im Fr�hjahr 2009.

Die Bezirksvertretung Mitte sprach sich einstimmig f�r den neuen Masterplan f�r die Innenstadt aus, m�chte aber direkt beteiligt werden.
"Einige Bereiche wie der rund um die Nonnengasse sind auf dem Plan gar nicht ber�cksichtigt. Es entsteht auch der Endruck, dass wir �hnlich wie Frankfurt noch mehr B�rot�rme als bisher bekommen. Was wir aber dringend brauchen ist mehr Sicherheit auf Stra�en und Pl�tzen f�r Kinder, Frauen - und auch f�r M�nner nat�rlich.  Ich vermisse hier Laternen" bem�ngelte Frau Schnelle-Parker (B�ndnis 90/Gr�ne).
Unisono w�nschten sich die Bezirkspolitiker anders als bei den Planungen zum Innenhafen beim Masterplan in Zukunft direkt beteiligt zu werden. "Ansonsten hat dieser Plan in der Au�enwirkung positive Signale gesetzt. Uns freut auch der Br�ckenschlag �ber die Ruhr. Was fehlt ist der Anschluss an den Rhein", so Dr. Lothar Tacke (SPD).

Sauerland: "Masterplan jetzt politisch legitimieren und umsetzen!" - Pr�sentation f�r Einzelhandel, Banken und Immobilienwirtschaft
Von Harald Jeschke (Text) und Manfred Schneider (Foto)

Duisburg, 8. M�rz 2007 - Nach der erfolgreichen Pr�sentation des Masterplans Innenstadt durch Lord Norman Foster und der ersten B�rgerinformation im Rathaus, wurde dem Fachpublikum ein umfassender Einblick in die m�gliche Zukunft der City gegeben. Im Immobilien Competence Center (ICC) der Sparkasse Duisburg referierte Reinhard Joecks, Projektleiter von Foster + Partners, Repr�sentanten des Duisburger Einzelhandels, der Banken und der Immobilienwirtschaft den Masterplan. Artur Grzesiek, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Duisburg, und Oberb�rgermeister Adolf Sauerland begr��ten die G�ste, unter denen - so die Hoffnung der Planer - Investoren sein k�nnten, die bei der Umsetzung des vision�ren Plans helfen k�nnten.

OB Sauerland: "Der Masterplan ist die Vision einer Innenstadt - die auf die Wurzeln der alten Innenstadt zur�ckgreift. Es geht jetzt darum, diesen Plan politisch zu legitimieren und umzusetzen."
Reinhard Joecks. Es war ein jahrganz harte Arbeit, aber angelehnt an den Masterplan Innenhafen wussten wir, wie man Duisburg auch im ersten Schritt �ber den Kanal aus England her begleiten muss. Im Innenhafen wurden 160 000 Quadratmeter B�rofl�che und rund 5000 Arbeitspl�tze geschaffen. Vieles hat sich in Duisburg seit der Umsetzung des Materplans Innenhafen ge�ndert. So lag die Quote beim produzierenden Gewerbe bei 45 %, bei den Dienstleistungen um die 11 Prozent, der Wohnungsbau bei 8% und die Auspendler bei 28 %. F�r uns ging es bei diesem Masterplan anhand einiger Studien um die Nachhaltigkeit in der Mobilit�t, der Nachverbesserung der Innenstadt und die Erh�hung des Selbstwertgef�hls mit Kaufkraftst�rkung. Denn das Angebot bestimmt das Ziel und wer keine Angebote hat, der hat auch keine Kunden." 
F�r die Forster-Mitarbeiter stellte sich die Frage der Umsetzung des Plans analog zum britischen Sprichwort: Wie i�t man einen Elefanten? In kleinen H�ppchen!
Also wurde die Gesamtstadt so richtig unter die Lupe genommen, planerisch aufgebr�selt und im Detail angegangen. Dies �ber Betrachtungen zu den Verkehrs-, Einkaufs-, Wohn- und Industriefl�chen.

Die Duisburger Gesamtfl�che verteilt sich auf 34 % f�r den Verkehr, 44%  f�r die Geb�ude und 22 % f�r die Industrie. 10 % der Gesamtfl�che besteht dabei aus Wasser mit 114 Kilometer an Wasserfront. Das ist ein Pfund, um das so manch andere Stadt die das Wasser im letzten Jahrzehnt entdeckt hat, so nicht zur Verf�gung steht wie in Duisburg.  F�r Forster+Partners galt deshalb besonders die Fl�chen in den Masterplan zu ber�cksichtigen, den Schritt Verkn�pfung des Innenhafens mit der Innenstadt aber auch dar�ber hinaus bis hin zur Ruhr zu wagen. Die Wohnbebauung am Wasser voranzutreiben war die Devise. Aber auch: "Wir wollen mit diesen Plan die Gr�nfl�chen der Stadt verdoppeln, die Verkehrsfl�che um 31 % reduzieren ohne die Mobilit�t einzuschr�nken, die Aufwertung des �ffentlichen Raumes durch eine neue Identit�t erreichen und 5 % mehr an Fl�che direkt am Wasser schaffen", hob Reinhard Joecks, hervor.
Der h�chste Jurist der Stadt, Rechtsdezernent Wolfgang Rabe unterstrich noch einmal: " Wenn der eine oder andere hier sein Geb�ude oder Gesch�ft im Masterplan von andersartiger Planung �berdeckt sieht ist klar zu sagen, dass dieser Masterplan nur ein Denkansto� und kein Bebauungsplan ist. Dieser Plan wird am Montag im Rat sozusagen als 1. Lesung vorgestellt und geht dann in die Fachgremien."

CDU zum Masterplan: Gro�er Tag f�r Duisburg 

Duisburg, 28. Februar 2007 - Die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Vogt zeigt sich nach der gestrigen Pr�sentation des Masterplans Innenstadt begeistert von den dort durch Lord Norman Foster vorgestellten Ideen. Nach Ihren Worten hat Duisburg nun ine hervorragende Grundlage, um in den n�chsten Jahren und Jahrzehnten eine nachhaltige und in sich stimmige Innenstadtentwicklung aus einem Guss voranzutreiben. Vogt: �Ich sehe in dem nun vorliegenden Plan die einmalige Chance, unserer Stadt ein zeitgem��es Gesicht zu geben, Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und den noch zarten Aufschwung unserer City endg�ltig zu festigen.�  

Auch den privaten Investoren w�rde mit der Verabschiedung des Plans durch die Politik endlich die n�tige und so lange dringend vermisste Investitionssicherheit gegeben, die ihnen mit der uns�glichen MultiCasa-Diskussion �ber Jahre vorenthalten worden w�re, so die Fraktionschefin. Ihrer Auffassung nach best�tigen die Ausf�hrungen von Lord Norman Foster nochmals eindrucksvoll die Bedeutung und Richtigkeit der ablehnenden CDU-Haltung im Juni 2005 zu den f�r die Innenstadt so fatalen und von der SPD blind unterst�tzten Planungen der MultiCasa-Entwickler. 

Petra Vogt ist �berzeugt, dass der Masterplan f�r Beachtung weit �ber die Region hinaus sorgen und der Stadt neues Selbstbewusstsein geben wird. Vogt abschlie�end: �Nun gilt es die Duisburger B�rgerinnen und B�rger f�r den Plan und seine langfristige Perspektive zu begeistern und zu gewinnen sowie die B�rgerschaft bei der Realisierung mitzunehmen.�

Masterplan Duisburg - Visionen und umweltfreundlichen Provokationen des Lords
Von Harald Jeschke und Manfred Schneider (Fotos aus dem Ratsaal)
Pl�ne von Foster+Partners,
Foster Narinder Sagoo + Partners)

Burgplatz neue Stadtmitte - Duisburgs Entwicklungs-Potenzial von 114 Kilometern Wasserfl�chen

Es geht um L�ckenschlie�ungen, um die Wiederentdeckung des historischen Stadtkerns, neue Verkehrsfl�sse, Ansiedelungen und Verkn�pfungen bis hin zur Ruhr.

"Die neue Mitte der Stadt wird der Burgplatz sein!" Dies ist eine Erkenntnis, die Oberb�rgermeister Adolf Sauerland aus dem neuen masterplan gewonnen hat. Und laut Sir Norman Foster und seinen Partnern: hat Duisburgs erstens das zweitbeste Verkehrsanbindung in Deutschland und verf�gt �ber das Entwicklungspotenzial von 114 Kilometer an vorhandener Wasserfl�chen.

 

Sauerland: "Der Masterplan zur Entwicklung der Stadt wird mindestens drei Jahrzehnte brauchen, um in G�nze umgesetzt werden zu k�nnen. Der Plan ist extrem ehrgeizig und bringt gravierende �nderungen. Daf�r brauchen wir viele Investoren. Zur Philosophie dieses Entwicklungsgebietes muss das architektonische Bild noch entwickelt werden."

 

Neuer Masterplan f�r die Duisburger Innenstadt
Sir Norman Foster: "Duisburg in einer st�rkeren Position als mancher glaubt!"

Rund 45 Minuten lang hielt Sir Norman Foster in freier Rede ("Ich kann so schlecht ablesen") den versammelten Investoren, Ratsmitgliedern und sogar Staatssekret�r (G�nter Koslowski aus dem Hause des Bau- und Verkehrsministerium Wittke) und den Medien einen vision�ren Vortrag �ber die Vorz�ge dieser Stadt. Da waren einige dabei, die die Duisburger wohl selbst noch nicht so im Detail kannten. Provokativer Punkt seiner interessanten und dem Vernehmen nach 600 000 Euro teuren Ausf�hrung war, dass es auch so sein k�nnte, bisherige Stra�en einfach zu bebauen. "Es geht doch um urbanen Raum, also um Fl�chen, die von der Bev�lkerung genutzt werden sollen und nicht ausschlie�lich vom Verkehr - ohne diesen allerdings v�llig zu verdr�ngen zu wollen."

Es war so etwas wie eine R�ckbesinnung an die alten Werte bzw. Traditionen der Stadt, Wiederbelebung von �ffentlichem Raum. "Ja, ich habe  so etwas wie eine besondere Beziehung zu dieser Stadt. Nach nun fast zwei Jahrzehnten der intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit kann man das wohl so sagen."

Und was ihm und seinem Team bei all der Arbeit in 22 L�ndern ungemein gut zu Gesicht stand: "Duisburg hat sozusagen bewiesen, dass man einen Masterplan umsetzen kann. Das hat die Stadt mit dem Innenhafen geschafft und das ist ist so etwas wie eine Vorzeigegeschichte f�r unser Team."

Nach einer eingehenden Analyse der Ist-Situation, bei der man "eine ungew�hnlich gro�e Ansammlung offener Pl�tze", so Foster, gefunden habe, hat man Ansatzpunkte f�r st�dtebauliche Verbesserungen gesucht. Drei Schwerpunkte sind dabei identifiziert worden:
1. Beim Verkehr soll der Schwerpunkt auf nachhaltige Mobilit�t gelegt werden, sprich �PNV und Radverkehr.
2. Die Innenstadt soll baulich nach verdichtet werden.
3. Es gilt, den �ffentlichen Raum aufzuwerten.

Da beim Verkehr dem Auto in der City keine Vorfahrt mehr gew�hrt werden soll, schl�gt Lord Foster vor, die Verkehrsfl�chen um 30 Prozent zu reduzieren.
Die geplante Nachverdichtung sei mit zehn Prozent mehr Geb�uden im Innenstadtbereich zu erreichen, sind sich die Planer aus London sicher. Sie haben allein in dem 2,7 Quadratkilometer gro�en Untersuchungsgebiet 45 Brachfl�chen entdeckt, die es neu sinnvoll zu erschlie�en gilt. Die Attraktivit�t des �ffentlichen Raumes soll durch mehr Gr�n- und Parkanlagen gesteigert werden.

 Zufriedene Mienen...

Schwerpunkte

Rathaus und die Salvatorkirche

Ein Schwerpunkt der Planungen von Foster konzentriert sich auf den alten historischen Kern der Stadt rund um das Rathaus und die Salvatorkirche. Diese historische Stadtmitte war immer durch drei geschlossene Pl�tze gekennzeichnet, den Alter Markt, den Burgplatz und einen Platz hinter der Salvatorkirche. Bedingt durch Kriegssch�den und diverse st�dtebauliche Ma�nahmen nach dem Krieg haben alle drei Fl�chen ihren urbanen Charakter verloren.
Der Burgplatz ist zum Parkplatz degradiert, der Alter Markt ist als historische Zone auch kein Frequenzbringer und der Platz hinter der Salvatorkirche ist zu einer Hundewiese verkommen.

Das soll sich nach Fosters Pl�nen in Zukunft �ndern. Er m�chte in Anlehnung an die historischen Gegebenheiten die jetzige Situation aufl�sen. Die Autos sollen vom Burgplatz unter die Erde. Durch neue Bebauung entlang der Poststra�e und an der Ecke Schwanenstra�e/Kuhstra�e soll der Burgplatz wieder ein geschlossener Platz werden. Auch am Alter Markt k�nnten Neubauten eine dichtere, urbanere Situation schaffen.   

Hauptbahnhof

Ein besonderes Augenmerk hat Foster auch einer besseren Anbindung des Hauptbahnhofs an die K�nigstra�e gewidmet.
Im Augenblick laufen die Menschen aus dem Hauptbahnhof direkt in die Friedrich-Wilhelm-Stra�e, die eher nachrangig zu sehen ist.
Er m�chte durch bauliche Eingriffe die Menschen vom Hauptbahnhof �ber den Averdunkplatz in die K�nigstra�e lenken. 

Innenhafen

 

 

 

 

 

Der Innenhafen k�nnte nach Fosters Vorstellung �ber den Kuhlenwall und Springwall, die mit einer kleinen Gracht versehen w�rden, an die K�nigstra�e besser angebunden werden.

Im vision�ren Schritt dann Stadtkern und den Innenhafen bis zur Ruhr "baulich neu zu verkn�pfen".

In ersten Reaktionen nach dem Vortrag von Foster zeigten sich die Unterst�tzer des Vorhabens begeistert. Prof. Michael Cesarz von Metro Group Asset Management glaubt, dass der Masterplan allen Investoren ein gro�e Planungssicherheit gibt. Axel Funke, Gesch�ftsf�hrer von Multi Development, f�hlte sich in seiner Auffassung best�tigt, dass Duisburg "die am meisten untersch�tzte Stadt" im Ruhrgebiet sei. IHK-Pr�sident Thomas H�ttemann blies ins gleich Horn mit der Aussage, dass, wenn es gelingt den Masterplan umzusetzen, die Stadt f�hrend in der Region w�rde. Und Dieter Steffen (re. mit Mikro), Berater und ehemaliger Gesch�ftsf�hrer der Innenhafen Duisburg Entwicklungsgesellschaft, fasste seine Erfahrungen der vergangenen 15 Jahre bei der Umsetzung des Foster-Masterplans f�r den Innenhafen wie folgt zusammen: "Man muss Visionen haben, um die Wirklichkeit zu ver�ndern."  

"Dieser Masterplan ist eine riesige Chance f�r Duisburg", ist Oberb�rgermeister Sauerland �berzeugt und dankte den Geldgebern, "ohne deren Engagement dieser Masterplan nicht m�glich geworden w�re." Er dankte aber auch allen Experten aus Duisburg, die in den vergangenen Wochen von den Foster-Mitarbeitern interviewt worden waren und deren Wissen auch in den Masterplan eingeflossen ist.

Der neue, f�r die Duisburger Innenstadt entwickelte Masterplan, der heute vorgestellt wird, soll den Wandel Duisburgs zu einer pulsierenden, gr�nen und umweltbewussten Stadt st�rken.. Er kn�pft an den Erfolg des

ebenfalls von den Architekten Foster + Partners entwickelten Masterplans f�r den Duisburger Innenhafen an.  

Als Teil einer Metropolregion steht Duisburg in Konkurrenz zu regionalen Einkaufszentren und den umliegenden St�dten. Um wettbewerbsf�hig zu bleiben, und ihre Identit�t weiterentwickeln zu k�nnen, muss es d6adto~lingen, eine ausgewogene Mischung von Kultur, Business und Einwohnern anzuziehen. Der Masterplan zielt darauf ab, die Innenstadt als einen lokalen und regionalen Konzentrationspunkt f�r Einzelhandel und Freizeit zu st�rken, und folglich ihre st�dtebauliche Dichte zu erh�hen. Ein  nachhaltiges, urbanes Umfeld wird angestrebt, in dem die aufeinander abgestimmten Funktionen zur Zunahme der Bev�lkerung beitragen, und gleichzeitig zur vermehrten Nutzung des �ffentlichen Nahverkehrs, zum Fahrradfahren und zum Laufen anregen.

 

Die g�nstige Lage Duisburgs spiegelt sich im Tatbestand wieder, dass 11,1 Millionen Einwohner in der Region in weniger als einer Stunde die Stadt erreichen k�nnen.

Duisburg verf�gt au�erdem �ber die zweitbeste Verkehrsanbindung aller deutschen St�dte. Folglich war die Weiterentwicklung der bestehenden Nahverkehrsinfrastruktur einer der wichtigsten Katalysatoren f�r den Masterplan. Der Masterplan sieht vor, dass der zentrale Einzelhandelsbereich K�nigstra�e verl�ngert und mit einem aufgewerteten Hauptbahnhof verbunden wird, der sich zur Drehscheibe f�r den privaten und �ffentlichen Nahverkehr entwickeln soll.

 

Der Masterplan umfasst neue Fl�chen von einer betr�chtlichen Gr��e, die insbesondere f�r den

Wohnungsbau, aber auch f�r B�ros, den Einzelhandel, sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen erschlossen

werden sollen. Aufgrund dieser Ma�nahmen wird ein Einwohnerzuwachs in der Innenstadt um 25% erwartet. Dieser soll zu weiteren Erneuerungsma�nahmen f�hren, die ihrerseits einen noch gr��eren: sozio�konomischen Mix anziehen werden. Am n�rdlichen Rand des Einkaufsbereichs werden die Parkplatz- und Verkehrsfl�chen aufgel�st und der dadurch frei werdende Rathausplatz wieder seiner historischen Funktion als zentraler, urbaner Punkt zugef�hrt. Neue Geb�ude an Schl�sselstandorten sollen nicht nur den Eingang zur Innenstadt und ihre Grenzen markieren, sondern auch das aufstrebende Duisburg symbolisieren und die Pr�senz der Stadt unterstreichen.

 

Ein Teil der sich in Duisburg �ber 114 Kilometer erstreckenden Wasserfront wurde bereits im Rahmen der Innenhafenentwicklung von einem Industriebrachland in ein attraktives, facettenreiches urbanes Umfeld umgewandelt. In �hnlicher Weise werden in der Innenstadt neue, vertraute Wohnbereiche entlang der

Wasserfront und um gro�z�gige, landschaftlich gestaltete Fl�chen herum gebildet, die den Stadtbewohner zum Verweilen einladen.

 

Das Ziel des Masterplans ist es, die Entwicklung Duisburgs zu einer attraktiven und umweltbewussten

Stadt zu f�rdern. Dies kann erreicht werden, indem sowohl auf die ausgepr�gte Infrastruktur, als auch auf die sich bietenden M�glichkeiten einer verst�rkten Bebauung zur�ckgegriffen werden. Somit kann Duisburg zu einer Stadt werden, die ihre Bewohner zum Verweilen einl�dt

Wie Lord Foster feststellte:

"Der Masterplan f�r die Duisburger Innenstadt baut auf den Erfolg der Erneuerung des Innenhafens und setzt den Prozess der Umwandlung Duisburgs in eine nachhaltige Stadt f�r das 21. Jahrhundert fort. Wir haben den Ehrgeiz, die Identit�t der Stadt zu st�rken. Zum Einen nutzen wir hierzu die vorhandene Infrastruktur, zum Anderen treiben wir die st�dtebauliche Verdichtung der Stadt voran, um eine moderne Stadt zu schaffen, deren Herzst�ck aus einer reichen Mischung aus kulturellen und kommerziellen T�tigkeiten, sowie den Aktivit�ten der Anwohner besteht."


Foto Masterplan Duisburg   Foster + Partners


Foto Masterplan Duisburg   Foster + Partners

Zeichnung Masterplan Duisburg   Narinder Sagoo/Foster + Partners

Oberb�rgermeister Adolf Sauerland:
�Der Masterplan ist eine gro�e Chance f�r Duisburg�

Duisburg, 23. Februar 2007 - �Duisburg kann gespannt sein auf ein Paket von Ideen f�r die Innenstadt�, ist sich  Oberb�rgermeister Adolf Sauerland wenige Tage vor der Pr�sentation des Masterplans sicher. �Diese Vision von der Zukunft Duisburgs ist eine au�ergew�hnliche Chance, mit h�chster Kompetenz und gr��ter Glaubw�rdigkeit den Standort Duisburg nach innen, aber insbesondere auch nach au�en zu vermitteln.� Daf�r garantiere nicht zuletzt die weltweite Bedeutung und Anerkennung des Architekten Lord Norman Foster, dessen Ideenvielfalt schon mehrfach das Gesicht Duisburgs gepr�gt habe.  
Mit dem Masterplan Innenstadt, den Lord Foster am Dienstag, 27. Februar 2007, erstmals der �ffentlichkeit pr�sentieren wird, verbindet Oberb�rgermeister Sauerland die �berzeugung, dass Duisburg dadurch einen entscheidenden Schritt in seiner Entwicklung machen wird. �Viel zu lange � oft mehrere Jahrzehnte - haben Bereiche der Innenstadt brach gelegen oder haben schleichend ihre Bedeutung verloren�, erkl�rt Sauerland seine Beweggr�nde, einen Masterplan zu erstellen. Ziel sei es, diese �erodierten Bereiche der City� mit den Anziehungspunkten Innenhafen und der Einkaufsmeile K�nigstra�e neu zu verkn�pfen. �Die Innenstadt soll st�dtebaulich als Einkaufs- und Erlebnisbereich sowie als Dienstleistung- und Wohnbereich aufgewertet werden. Ich bin sicher, dass Duisburg in Zukunft wieder ein echtes Oberzentrum wird.� 

Die Qualit�t des Londoner Architektenb�ros Foster and Partners zeigt sich in Duisburg unter anderem in der Erfolgsgeschichte des Innenhafens, der nach Pl�nen Lord Fosters entwickelt wurde. Dass jetzt mit Unterst�tzung privater Partner und lokaler Akteure das B�ro Foster f�r dieses einmalige Projekt gewonnen werden konnte, ist f�r Oberb�rgermeister Sauerland auch ein Zeichen f�r den gemeinsamen Willen, Duisburg wieder attraktiv und selbstbewusst zu machen. 

�Die deutsche Immobilienwirtschaft ist aufgerufen, mit den herausragenden Planungsvorstellungen von Lord Foster die idealen Standortvorteile der Stadt Duisburg f�r eine vertrauensvolle und rentierliche Immobilienentwicklung zu nutzen�, so der Oberb�rgermeister. Mit dem CityPalais und dem Einkaufszentrum Forum, das im n�chsten Jahr er�ffnet, habe Duisburg wichtige Akzente gesetzt: �Wir beleben die City durch zwei Magneten � weitere werden folgen.�  

Diese Perspektiven f�r eine neue Innenstadt sind eine gro�e Herausforderung f�r Duisburg. �Ich freue mich auf diese Diskussion mit den B�rgern und den Politikern�, sagt Adolf Sauerland: �Der Masterplan ist der ideale Ideenrahmen f�r b�rgerschaftliches Engagement. Es hat mich sehr gefreut, dass die Karten f�r die B�rgerinformation am kommenden Mittwoch innerhalb weniger Stunden vergriffen waren. Aus diesem Grund bereiten wir gerade einen zweiten Info-Abend vor.�
Duisburgs B�rgerinnen und B�rger sollen den Masterplan als eine ganz besondere Chance verstehen, die Zukunft der Innenstadt gemeinsam nachhaltig zu gestalten, w�nscht sich Oberb�rgermeister Sauerland. �Ich hoffe, dass sich aus den vielen Ideen von Lord Norman Foster bald konkrete Projekte entwickeln werden, die die Stadtverwaltung dann auch in ihrer Bauplanung verwirklichen kann.�
 

Sir Norman Robert Foster

Wirken in Duisburg_ Masterplan - Haus der Wirtschaftsf�rderung und MicroElectronicCentrum, Bestandteile des ElecTronicPark in Duisburg
Foster studierte zun�chst an der
University of Manchester und erhielt nach dem Examen 1961 ein Stipendium an der Yale University. Foster arbeitete f�r den vision�ren Richard Buckminster Fuller und gr�ndete 1965 zusammen mit seiner Frau Wendy und dem Ehepaar Su und Richard Rogers das Architekturb�ro Team 4, aus dem 1967 das B�ro Foster Associates (heute Foster and Partners) hervorging. 1989 starb Wendy Foster.

1990 wurde Foster in den Adelsstand gehoben. 1991 heiratete er die Architektin und Designerin Sabiha Ruani Malik. In dritter Ehe ist Foster mit der spanischen Sexualforscherin Elena Ochoa verheiratet. 1999 wurde Foster mit dem renommierten Pritzker-Preis ausgezeichnet.

Urspr�nglich waren seine Entw�rfe von einem durch Maschinen beeinflussten High-Tech-Stil gekennzeichnet. Sp�ter entwickelte er einen weitaus zug�nglicheren Stil scharfkantiger Modernit�t. Foster �bte parallel zu Richard Rogers entscheidende Einfl�sse auf die britische Architekturszene, indem wichtige Nachfolge-Vertreter der dortigen High-Tech-Architektur aus seinem Mitarbeiterkreis erwuchsen. Neben einer gro�en Zahl internationaler Projekte f�llt seine breite Pr�senz mit gebauten Objekten in Deutschland auf. Grund hierf�r sind von ihm ausdr�cklich genannte Geistesverwandschaften zu Pers�nlichkeiten der deutschen Architektur- und Designgeschichte, wie zu dem weithin unbekannten aber in eingeweihten Kreisen hochgesch�tzten Berliner Architekten Ludwig Leo, sowie zu dem f�r die geistig-soziale Nachkriegsentwicklung wichtigsten Deutschen Kommunikationsdesigner Otl Aicher, mit dem ihn eine pers�nliche Freundschaft verband. Eine stilistische Beeinflussung aus dieser Richtung kann angenommen werden, insbesondere da Foster offensichtlich Elemente der Aicherschen Grafik- und Designregeln in seinen Plandarstellungen benutzte.

Im Jahr 1990 wurde Foster von der englischen K�nigin zum Ritter (Anrede Sir) geschlagen und wurde 1999 zu einem Life Peer als Baron Foster of Thames Bank von Reddish im County of Greater Manchester (Anrede: Lord) ernannt. Norman Foster ist zudem Tr�ger des Ordens Pour le m�rite.

W�hrend seiner bemerkenswert erfolgreichen Karriere schuf er unter anderem:

Architektur

Hauptverwaltung des Gerling Konzerns in K�ln am Friesenplatz.

Sainsbury Centre for Visual Arts der University of East Anglia in Norwich (1978)

Hauptverwaltung der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) in Hongkong (1979�1986)

Vertriebszentrale f�r Renault in Swindon (1981�1983)

Ballsporthalle Frankfurt am Main in Frankfurt-Unterliederbach (1981�1986)

Flughafen London-Stansted (1987�1992)

Torre de Collserola, Telekommunikationsturm in Barcelona (1990�1992)

Bibliothek und Museum f�r moderne Kunst Carr�e d'Art in N�mes (1990�1993)

Commerzbank Tower in Frankfurt am Main (1993�1997)

Das Red dot design museum im ehemaligen Kesselhaus der Zeche Zollverein in Essen (1997)

Flughafen Chek Lap Kok in Hongkong (1992�1998)

U-Bahn in Bilbao

�berdachung des Gro�en Innenhofs des British Museum in London (1999)

Rathaus von Greater London (2000)

Das Metropolitan Geb�ude in Warschau

Umbau des Reichstags in Berlin (1994�1999), ber�hmte begehbare Glaskuppel

Millennium Bridge und U-Bahn-Station Canary Wharf in London (1999)

Sanierung der "Rostlaube" und Neubau der Philologischen Bibliothek der Freien Universit�t Berlin (1997�2005)

30 St Mary Axe: Hauptverwaltung der Swiss Re in London (2001�2003)

Londoner City Hall (2002)

Dach des Hauptbahnhofs Dresden (2002�2006)

Clyde Auditorium, Glasgow (1995-1997)

Apartmenthaus Chesa Futura in St. Moritz (2004)

Verwaltungsgeb�ude von Willis, Faber und Dumas in Ipswich (1971-1975)

Kulturzentrum von N�mes (1984-1992)

Sackler Gallery der Royal Acadey of Arts in London (1985-1992)

Kongresspalast von Valencia (1997)

Millennium Tower in London (in Planung)

Juristische Fakult�t der Universit�t Cambridge (Oktober 1995)

The Crescent House in Wiltshire

Hearst Tower (2006) in Manhattan, 8th Avenue, Neubau auf entkerntes sechsgeschossiges Verlagsgeb�ude von 1928 (Joseph Urban)

The Dolder Grand Hotel in Z�rich (in Ausf�hrung bis 2008)

Russia-Tower im Moscow City-Komplex, Moskau (in Ausf�hrung bis 2010)

Design [Bearbeiten]

B�rom�bel, Systemschreibtisch "Nomos" f�r den italienischen Hersteller Tecno 1987

Viaduc de Millau in S�dfrankreich (2001�2005)

Masterplan Innenstadt: Info-Abende f�r B�rger und Unternehmer

Duisburg, 16. Februar 2007 - Ankn�pfend an die �Erfolgsstory� des citynahen Innenhafens und die bew�hrte Zusammenarbeit mit dem Londoner B�ro Foster and Partners hat Duisburg einen Masterplan f�r die Duisburger Innenstadt in Angriff genommen. Damit hat die Stadt Weichen gestellt, um die Innenstadt aus den gewachsenen Strukturen heraus f�r die Zukunft zu gestalten. Erm�glicht wurde dieses einmalige Projekt durch die Mitwirkung und Unterst�tzung verschiedener privater Partner und lokaler Akteure.  

Nach der ersten offiziellen Pr�sentation des Masterplans Innenstadt durch Lord Norman Foster am Dienstag, 27. Februar 2007, wird es zwei weitere Vorstellungen geben:  

  Am Mittwoch, 28. Februar 2007, l�dt Oberb�rgermeister Adolf Sauerland Duisburgs B�rgerinnen und B�rger ein, sich um 19 Uhr im Rathaus �ber die Pl�ne des britischen Architekten zu informieren. Die rund 200 Eintrittskarten f�r den Ratssaal gibt es ab Dienstag, 20. Februar 2007, am Empfang des Rathauses, Burgplatz 19 (�ffnungszeiten: montags bis freitags 8 bis 17 Uhr). Wegen des erwarteten Interesses werden pro Person maximal zwei Karten ausgegeben.  

  Repr�sentanten des Duisburger Einzelhandels, der Banken, der Immobilienwirtschaft sowie der Projektpartner hat Oberb�rgermeister Sauerland zur Vorstellung des  Masterplans Innenstadt am Donnerstag, 8. M�rz 2007, ab 19 Uhr ins Immobilien Competence Center der Sparkasse Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Stra�e 12, eingeladen.