'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    12.Kalenderwoche: 18. März
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Dienstag, 19. März 2024

„Tag des Gesundheitsamts“ - Angebote zur gesundheitlichen Chancengleichheit.
Am Dienstag, 19. März 2024, findet der vom Robert Koch-Institut ausgerufene „Tag des Gesundheitsamts“ statt, in diesem Jahr unter dem Motto „Soziale Ungleichheit und Gesundheit“.

Klimaschutz in der Kita Klimaschutz spielend lernen: NRW.Energy4Climate zeichnet städtische Kita in Duisburg zur KlimaKita.NRW aus   
Wie setzen Kita-Kinder Klimaschutz in Duisburg um? Das sah sich Wirtschaftsministerin Mona Neubaur heute (18. März) im Städtischen Familienzentrum Musfeldstraße an. Der Anlass: Die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz, NRW.Energy4Climate, hat die Kita zur „KlimaKita.NRW“ ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung würdigt das Land NRW Kitas, die sich mit einem langfristigen pädagogischen Konzept im Klimaschutz engagieren.    
Auszeichnung zur KlimaKita.NRW in Duisburg mit NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur. Copyright: Ilja Höpping/Stadt Duisburg. 

Die Aktivitäten des Städtischen Familienzentrums Musfeldstraße sind vielfältig: Als Mülldetektive befreien die über 160 Kinder ihre Nachbarschaft von herumliegendem Müll. Auf dem benachbarten Wochenmarkt lernen sie regionale Produkte kennen, legen mit den Eltern hauseigene Beete an und stellen dann Ketchup aus selbstgeernteten Tomaten her. Und auch bei den Themen Energiesparen und Energie selbst herstellen werden die Kinder kreativ: Am „Tag ohne Strom” lernen sie, Brot auf einem Teelicht zu toasten und Solarroboter selbst zu bauen. So lernen die Kinder Ursachen, Prozesse und Auswirkungen des Klimawandels schon früh zu verstehen.   


Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Die Kleinsten und Kleinen von heute können die KlimaschützerInnen von morgen werden. Ganz selbstverständlich sagen sie: ‚Wenn die Erde Fieber hat, müssen wir helfen, dass das Fieber weggeht‘. Einrichtungen wie die städtische Kita Musfeldstraße zeigen, dass sie als KlimaKita.NRW die Zukunft unserer Kleinsten im Blick haben. Mit der Neugier und Freude am Experimentieren können wir Erwachsene viel von ihnen lernen. Es begeistert zu sehen, wie die Kinder spielerisch die komplexen Zusammenhänge unserer Welt begreifen lernen und verstehen, dass sie selbst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Die Auszeichnung ist Anerkennung für die wichtige Arbeit, die die Erzieherinnen und Erzieher hier machen.“   


Christian Tögel, Bereichsleiter Kommunaler und regionaler Klimaschutz bei NRW.Energy4Climate: „Wir möchten Kita-Mitarbeitende in ihrem Engagement bestärken, schon den Kleinsten das Thema Klimaschutz näherzubringen. Mit der Auszeichnung zur KlimaKita.NRW unterstützen wir deshalb Einrichtungen mit Fortbildungen und fördern die Vernetzung mit anderen Initiativen vor Ort. Nicht zuletzt tragen die Kinder Klimaschutz so auch in ihre Familien und die Nachbarschaft.”   


Sören Link, Oberbürgermeister von Duisburg: „Die Kinder haben Spaß an Umweltprojekten und lernen auf vielen verschiedenen Wegen, wie man spielerisch unser Klima schützen kann. Die Auszeichnung ist zugleich Ansporn für andere Kindertagesstätten, Klimaschutz in den Alltag zu integrieren.“  Die Kita erhielt die KlimaKita.NRW-Auszeichnungsplakette für die Hauswand und eine Urkunde mit dem Motiv der „Klima-Gang”, die für Teamgeist im Engagement steht.


Kita-Leiterin Angela Zwirner: „Wir wollen Kinder befähigen, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Das gemeinsame Ziel ist eine Welt, die sich nachhaltig entwickelt.” Die Rückmeldungen der Kinder stehen für sich: „Ohne Müll ist es draußen viel schöner”, „man kann alte Dinge sogar neu machen” und „Schmetterlinge brauchen schöne Pflanzen”.   


Wie werden Kitas zur KlimaKita.NRW? 
Kriterien für eine Auszeichnung sind unter anderem, dass Klimaschutz in die Leitlinien oder das Bildungskonzept aufgenommen wird. Die Einrichtungen müssen Klimaschutzaktivitäten ein Jahr lang durchgeführt haben und für das kommende Jahr geplant haben. Die Aktivitäten sollen dabei mindestens vier Themenbereiche abdecken.

Die Kita soll sich mit Partnern wie Kitas, Schulen oder Kommunen vernetzen und die Eltern einbinden.    Während des Prozesses können die Teilnehmenden unter anderem Fortbildungsangebote für Fachkräfte im Kita-Bereich nutzen und bekommen kostenlos Material zur Verfügung gestellt. Alle Informationen und Teilnahmebedingungen sind zu finden unter www.klimakita.nrw.  

Duisburger KlimaKita.NRW: Die Kinder setzten sich in verschiedenen Aktionen mit Klimaschutz auseinander – hier mit korrekter Mülltrennung. Copyright: Tanja Pickartz/Stadt Duisburg.

Besonderes Erlebnis: 22 Vorschulkinder der Kita-Templerstraße waren Einlaufkids beim MSV Duisburg
22 Vorschulkinder der Kita Templerstraße in Duisburg-Duissern waren am vergangenen Samstag, 16. März, beim Fußballspiel vom MSV Duisburg gegen den 1. FC Saarbrücken live dabei. Die aufgeregten Kinder durften vor dem Spiel den Profispielern hautnah, nämlich direkt vom Spielfeldrand, beim Aufwärmen zu schauen. Für ihren großen Auftritt bekamen die Kids einheitliche Trikots und trafen sich mit den Profis im Spielertunnel. Dort stieg dann doch die Nervosität, denn jedes Kind bekam einen Profispieler zugeteilt, um mit diesen zu Beginn als „Einlaufkids“ aufs Feld zu laufen.

Für die kleinen Nachwuchsfußballer war es ein unvergessliches Erlebnis, denn sie wurden von den Fans mit jubelndem Applaus in der Arena empfangen. Die Atmosphäre war fantastisch und die Kids waren stolz ein Teil davon zu sein. Alle freuten sich auf ein spannendes Spiel, welches sich die Kids aus Block 6 anschauen konnten.

Der MSV Duisburg ist als Sieger vom Platz gegangen und das rundete den perfekten Tag für die Kinder ab. Das Erlebnis wird unvergesslich bleiben und hat die Begeisterung für den Fußball und den Verein weiter gestärkt. Der Ausflug konnte durch die Kooperation der Sparkasse Duisburg und der Kindertageseinrichtung Templerstraße durchgeführt werden. Fotos Stadt Duisburg


Schließung der Arbeitsagentur aufgrund einer großen Ausbildungsmesse  
Am Mittwoch, 20. März 2024 ist das Gebäude der Agentur für Arbeit Duisburg an der Wintgensstraße 29-33 aufgrund einer großen Ausbildungsmesse nur für Kundinnen und Kunden mit Termin geöffnet.     Das Servicecenter der Agentur für Arbeit ist wie gewohnt unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 555500 in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.    
Kundinnen und Kunden der Arbeitsagentur Duisburg stehen darüber hinaus unsere eServices unter www.arbeitsagentur.de/eServices zur Verfügung.



RVR-Ruhrparlament fordert eine Stärkung der Kommunalfinanzen
Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in ihrer letzten Sitzung mit großer Mehrheit eine Resolution zur Stärkung der Kommunalfinanzen verabschiedet. Darin fordert das Ruhrparlament die Landesregierung auf, Gespräche mit dem Bund und den betroffenen Kommunen zu führen, um die voraussehbare dramatische Entwicklung der Finanzsituation der Kommunen zu beseitigen.


Die Kommunen müssen wieder handlungsfähig werden, um lebenswerter und auch für weitere Krisen gewappnet zu sein, heißt es in der Resolution. Vordringlich ist dabei nach wie vor eine Lösung der Altschuldenfrage in NRW. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zur Stärkung der Kommunalfinanzen erforderlich.


Finanzexperte Dr. Martin Junkernheinrich von der RPTU Kaiserslautern empfiehlt dazu unter anderem eine Erhöhung der Schlüsselzuweisungen (Verbundquote), die Bildung eines staatlichen "Infrastruktur- und Investitionsfonds" mit einer Laufzeit von 10 bis 15 Jahren oder die Halbierung nahezu aller Förderprogramme und Programmvolumina und Überführung in kommunale Pauschalen wie die Investitions-, Schul-, Feuerwehrpauschale.


Die Finanzsituation der Kommunen in der Metropole Ruhr hat sich 2023 erneut deutlich verschlechtert. Inflation und Zinsentwicklung, Tarifabschlüsse, steigende Baukosten etc. bewirken weiter steigende kommunale Haushaltsdefizite, die die bisherige Unterstützungsleistung des Stärkungspaktes nivellieren.


Die von Kommunen zu leistenden Sozialausgaben begrenzen und erschweren notwendige Instandhaltungsmaßnahmen und Investitionstätigkeiten beispielsweise im ÖPNV, in Bildungseinrichtungen oder in klimarelevante Modernisierungen und führen zu hohen Realsteuerhebesätze der größtenteils ohnehin stark verschuldeten Kommunen im Ruhrgebiet. Die RVR-Verwaltung wird die Resolution der Bundes- und Landesregierung zuleiten. idr

Solarmetropole Ruhr startet neue Auflage der kostenlosen Vortragsreihe zu Solarenergie
Solar lohnt sich. Warum und wie, darüber informiert die neue Auflage der kostenlosen Vortragsreihe der vom Regionalverband Ruhr und dem Handwerk Region Ruhr initiierten Solarmetropole Ruhr in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale. Insgesamt fünf Online-Vorträge zu unterschiedlichsten Aspekten rund um Energie aus der Sonne mit Referenten von der Verbraucherzentrale, dem Land NRW und der BürgerEnergieGenossenschaft-58 stehen auf dem Programm, jeweils dienstags zwischen 18 und 20 Uhr. Start ist am 21. März: Dann steht das Thema "Sonnenstrom vom Dach – Photovoltaik Dachanlagen" im Fokus.


Weitere Themen sind "Photovoltaik-Anlagen mieten oder kaufen?" am 11. April, "Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern" am 18. April, "Sonnenstrom vom Balkon – Steckersolargeräte" am 25. April sowie - an einem Montag - "Bürgerenergie – Solarstrom auch ohne eigene Anlage nutzen" am 29. April. Die Vortragsreihe richtet sich sowohl an Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer als auch an Bewohnerinnen/Bewohner von Mehrfamilienhäusern. Vorkenntnisse sind nicht notwendig und Fragen ausdrücklich erwünscht. Die Online Vorträge via Zoom sind für alle kostenlos. idr Eine vorherige Online-Anmeldung ist erforderlich unter: https://solarmetropole.ruhr/veranstaltungen/


Bundesfreiwilligendienst an Duisburger Schulen

An den Duisburger Förderschulen für Geistige Entwicklung besteht seit einigen Jahren bereits die Möglichkeit, den Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren. Seit dem Schuljahr 2022/23 bieten auch die Duisburger Grundschulen des Gemeinsamen Lernens an, die pädagogische Arbeit kennenzulernen und die sozialen Kompetenzen zu erweitern.


„Der Bundesfreiwilligendienst an Schulen ermöglicht einen wichtigen Einblick in die verschiedenen Berufsfelder der Sonderpädagogik, Sozialarbeit, des Lehramts oder auch Erziehungsdienstes. Durch den praktischen Einsatz besteht hier die Chance, die Schüler in ihrer Entwicklung zu unterstützen, wertvolle Erfahrungen im pädagogischen Bereich zu sammeln und sich beruflich zu orientieren“, so Bildungsdezernentin Astrid Neese.


Ralph Kalveram, Leiter des Amtes für Schulische Bildung ergänzt: "Durch den Einsatz der Teilnehmenden am Bundesfreiwilligendienst unterstützen wir einerseits die Schulen konkret und andererseits fördern wir den Nachwuchs für wichtige Beschäftigungsfelder in unserer Stadt."


Das bevorstehende Schuljahr 2024/25 bietet wieder die Möglichkeit, sich für eine der freien Stellen zu bewerben. Bewerbungen können an das Amt für Schulische Bildung per E-Mail (bufdi-an-schule@stadt-duisburg.de) gerichtet werden. Für elf Monate umfasst das Aufgabenfeld unter anderem die Begleitung des Unterrichts und von Ausflügen, die Mithilfe bei den Hausaufgaben und die Unterstützung von erlebnispädagogischen Angeboten.


Der Einsatz beginnt nach den Sommerferien des jeweiligen Schuljahres. Für das Engagement gibt es ein monatliches Taschengeld in Höhe von 453 Euro. Durch Seminare, die entweder von den Schulen selbst organisiert oder im Bildungszentrum des Bundes in Herdecke angeboten werden, kann der tägliche Einsatz begleitet und reflektiert werden.

Die Freiwilligen an Grundschulen kommen zudem zu Treffen mit der Koordination im Amt für Schulische Bildung zusammen, um sich regelmäßig auszutauschen. Weitere Informationen gibt es online auf der städtischen Internetseite unter www.duisburg.de/bildungwissenschaft/soziales und telefonisch beim Amt für Schulische Bildung unter 0203/283-8685.


„Traurig geht es bei diesen Bestattungen zu – aber nicht trostlos“
Das Projekt Kinderhimmel kümmert sich seit 25 Jahren um Eltern, die ihr Kind aufgrund einer Fehl- oder Totgeburt verloren haben. „Der Sarg ist bunt angemalt. Tiere sind darauf zu sehen, die Luftballons und Blumen halten. Der Sarg steht in der Trauerhalle des Friedhofs in Trompet. Gemeinsam liegen in diesem Sarg Kinder, die das Licht der Welt nie erblickt haben. Traurig geht es bei diesen Bestattungen zu – aber nicht trostlos. Schließlich wird der Sarg mit den Kleinen in die Erde gesenkt, aber es steigen auch Luftballons in die Höhe mit einem letzten Gruß von Eltern, Großeltern und Geschwistern und dem Aufdruck: Ich halte dich, dein Gott!“  


So beschreibt Pfarrerin Ute Sawatzki (Foto: EVKLN) eine Bestattung von sogenannten Sternenkindern auf dem Friedhof in Trompet. Von Kindern also, die im Laufe der Schwangerschaft tot zur Welt gekommen sind. Ute Sawatzki betreut das Projekt Kinderhimmel am BETHESDA Krankenhaus Duisburg, dort also, wo die Initiative vor 25 Jahren ihren Ursprung hatte. Im Jahr 1999 hatte der damalige Chefarzt der Pathologie, Professor Dr. Hans-Jürgen Knieriem, zusammen mit dem Förderverein Duisburger Bestattungskultur den Anstoß dafür gegeben, Müttern und Vätern, die ihr Kind aufgrund einer Fehl- oder Totgeburt verloren haben, eine würdige Bestattung ihrer Kinder zu ermöglichen und sie in ihrer Trauer zu begleiten und zu unterstützen.      


Seitdem organisiert das Projekt Kinderhimmel kostenlose, konfessionell ungebundene Trauerfeiern zur Gemeinschaftsbestattung dieser Sternenkinder, die in Duisburg vier Mal jährlich – abwechselnd auf dem Abteifriedhof in Hamborn, dem Alten Friedhof in Neudorf, dem Friedhof Trompet und dem Evangelischen Pfarrfriedhof in Meiderich – in eigens dafür bereitgestellten Begräbnisstätten stattfinden. Neben dem BETHESDA sind weitere Duisburger und Moerser Krankenhäuser am Projekt Kinderhimmel beteiligt, außerdem gynäkologische Praxen, Bestattungsunternehmen und die Arbeitsgemeinschaft Memoriam Garten Duisburg, die die liebevolle Pflege der Grabstätten sicherstellt.  


Darüber hinaus bietet das Projekt Kinderhimmel den betroffenen Eltern Hilfe bei der Bewältigung ihrer Trauer und vermittelt Kontakte, zum Beispiel zu Selbsthilfegruppen. Weitere Infos gibt es unter www.kinderhimmel-duisburg.de
  Trauerfeier für Sternenkinder auf dem Friedhof in Trompet (Fotos: Fiona Blaha)


BETHESDA Krankenhaus: Dr. Harald Krentel informiert auf Instagram über Endometriose
Die Endometriose gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Bei den betroffenen Patientinnen (alleine in Deutschland schätzungsweise zwei Millionen Frauen und Mädchen) bilden sich gutartige, aber oft schmerzhafte Wucherungen aus Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle. Diese Endometriose-Herde lagern sich zum Beispiel im unteren Bauch- und Beckenraum, an den Eierstöcken, in den Eileitern und im Darm ab.


Die Erkrankung verläuft nicht nur oftmals schmerzhaft, sie ist auch für bis zu 50 Prozent der unerfüllten Kinderwünsche verantwortlich. Bleiben Schmerzen aus, wird eine Endometriose oft nur zufällig oder gar nicht entdeckt. Das führt dazu, dass bis zur endgültigen Diagnose im Durchschnitt mehr als 10 Jahre vergehen. Um mögliche Betroffene für das Thema Endometriose zu sensibilisieren und über die Erkrankung aufzuklären, gehen das BETHESDA Krankenhaus Duisburg und Dr. Harald Krentel, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie und Senologie (Foto EVKLN), neue Wege: Mit der Online-Veranstaltung „Insta Endo live“ auf dem Instagram-Account des Evangelischen Klinikum Niederrhein. Dr. Krentel berichtet über typische Symptome bei Endometriose, die Diagnostik, therapeutische Möglichkeiten und die Erfahrungen betroffener Frauen und Mädchen.


Es gibt die Möglichkeit, über Instagram Fragen zu stellen, die von Dr. Krentel live beantwortet werden.   Termin: „Insta Endo live“ Mittwoch, 19. März 2023 ab 18 Uhr bei Instagram über den Account @evklinikumniederrhein  
Dr. Harald Krentel ist international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Endometriose. Er ist Leiter des Endometriosezentrums und des zertifizierten gynäkologischen Krebszentrums am BETHESDA Krankenhaus und mehrfach ausgezeichneter Spezialist für gynäkologische Operationen. Außerdem ist er Mitbegründer der MasterClass Endometriose. Aktuell ist Dr. Krentel Präsident der Europäischen Endometriose-Gesellschaft.  


Ostereier-Aktion auf vielen Duisburger Wochenmärkten startet am Donnerstag
Der städtische Marktveranstalter Duisburg Kontor will die Besucherinnen und Besucher zahlreicher Wochenmärkte in den Wochen vor Ostern überraschen. Am kommenden Donnerstag, den 21. März, von 9:30 Uhr an werden auf dem Markt in Rumeln bunte Ostereier und wiederverwendbare Einkaufstaschen an die Kunden verschenkt. Die Aktion soll am Freitagvormittag auf den Wochenmärkten in Aldenrade und Friemersheim fortgesetzt werden, am Samstag ist Hochheide geplant.


Am Dienstag und Mittwoch der kommenden Woche sollen die Kundinnen und Kunden auf den Märkten in Hamborn und Neumühl beschenkt werden, am 28. März stehen Buchholz und Wanheimerort auf dem Plan der Verteil-Teams von Duisburg Kontor. Die Aktion endet am Karsamstag, den 30. März auf den Wochenmärkten in Hochfeld und Hochemmerich.

Foto: Duisburg Kontor GmbH


Workshop: 3D-Druck-Führerschein in der Zentralbibliothek

Die Zentralbibliothek, Steinsche Gasse 26 in der Duisburger Innenstadt, bietet mehrere Einführungs-Workshops zum 3D-Druck in ihrer MachBar an. Interessierte ab 14 Jahren erhalten in kleinen Gruppen von maximal vier Personen einen Einblick in die Möglichkeiten dieser Technik, mit der von der Herstellung eines lustigen Gadgets bis zu einem nützlichen Tool vieles möglich ist. Am Ende des 90-minütigen Workshops erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen 3D-Druck-Führerschein, mit dem sie zukünftig die Geräte in der MachBar eigenständig für ihre Projekte nutzen können.


Das Angebot ist kostenlos. Voraussetzung ist allerdings ein gültiger Bibliotheksausweis und das Mindestalter von 14 Jahren. Der nächste Termin ist am Dienstag, 19. März, um 15.30 Uhr. Weitere Workshops finden von April bis Juni statt. Alle Termine und die Möglichkeit zur Anmeldung sind online auf www.stadtbibliothek-duisburg.de unter „Veranstaltungen“ zu finden.


„Hör mal ein Buch“ in der Zentralbibliothek
Seniorinnen und Senioren sind am Dienstag, 19. März, um 9.30 Uhr und um 11 Uhr zu einer ganz besonderen Veranstaltung in die Kinder- und Jugendbibliothek an der Steinschen Gasse 26 eingeladen. Musikerinnen und Musiker der Duisburger Philharmoniker präsentieren im Rahmen der Reihe „Hör mal ein Buch“ Lieblingsbücher ihrer Kindheit in Worten und Musik, für Kindergruppen und Seniorinnen und Senioren. Musiker Peter Bonk bringt seine Violine und eine Geschichte von Pettersson und Findus mit.


Alle älteren Menschen, die gemeinsam zuhören, Neues kennenlernen oder Bekanntes wiederentdecken möchten, sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist barrierefrei. Der Eintritt kostet fünf Euro zugunsten der Duisburger Bibliotheksstiftung. Anmeldungen sind ab sofort telefonisch unter (0203) 283-3769 oder online auf www.stadtbibliothek-duisburg.de unter Veranstaltungen möglich.



Arthrose an Knie- und Hüftgelenk

Informationen vom Facharzt Dr. Alexandros Anastasiadis, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, informiert in einem Vortrag am Dienstag, 19. März ab 18 Uhr in der Volkshochschule, Stadtmitte, Steinsche Gasse 26, darüber, was man gegen Arthrose tun kann und wann eine Operation nicht mehr zu vermeiden ist. Anastasiadis ist Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Duisburg in Hamborn (St. Johannes) und in Hochfeld (Marienhospital).


Arthrose ist ein Knorpelverschleiß in den Gelenken. Das Leiden betrifft vor allem Menschen im fortgeschrittenen Alter und beginnt häufig mit dem sogenannten „Anlaufschmerz“: Die Gelenke fühlen sich steif an, vor allem nach dem Aufstehen oder nach längeren Ruhepausen ohne Bewegung. Im weiteren Verlauf treten Schmerzen, Schwellung und eine eingeschränkte Beweglichkeit auf, was zunehmend zu reduzierter Mobilität und beeinträchtigter Lebensqualität führt. Heilbar ist Arthrose bis heute nicht. Aber auch ohne Operation lassen sich die Symptome lindern. Eine Anmeldung wird erbeten – online über die Homepage www.vhsduisburg.de oder per E-Mail an h.pieper@stadt-duisburg.de. Weitere Informationen gibt es unter 0203 283-2775.

Akzente-Endspurt für das Kreativquartier Ruhrort
Am Donnerstag, 21. März ist der Welttag der Poesie. Ebba Jahn wird aus diesem Anlass, zusätzlich zum Akzente-Programm hinzugefügt, eine Mischung von kurzweiligen Poesie-Videos ab 16 Uhr im Das PLUS am Neumarkt präsentieren. https://www.facebook.com/events/773312597815507/   Ab 19 Uhr geht’s im Akzente-Programm am selben Ort weiter mit einem Vortrag von Helmut Braun über die Bukowina-Dichterinnen Rose Ausländer und Selma Meerbaum. https://www.facebook.com/events/883659010097461/  


•  Am Freitag um 19 Uhr wird in der Mercator-Verlagsbuchhandlung auf der Bergiusstraße in Ruhrort in einer Comic Lesung das neue Graphic Novel „Duisburg 1933 – Umbruch, Druck und Widerstand“ von der Autorengruppe vorgestellt. https://www.facebook.com/events/777935787484824   Ebenfalls am Freitag ab 19:30 Uhr, an einem besonderen Ort in Duisburg-Huckingen an der Albert-Schweitzer Straße, präsentieren Heiner Heseding (Text-Lesung) und Freddy Gertges (Saxophon) Street Poetry im ehemaligen Wohnzimmer von Dr. Werner Focke, dem Gründer des Huckinger Bürgervereins und Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Der Raum wird von seinem Sohn, Dr. Jürgen Focke für Veranstaltungen und Therapiesitzungen genutzt. (Die Albert-Schweitzer Straße ist zwischen den Straßen „Im Ährenfeld“ und „Am Bruchgraben“ als Einbahnstraße in östlicher Richtung ausgewiesen, um dem Strom der „Helikopter-Eltern“ an der dort liegenden Grundschule Herr zu werden. Bitte bei der Anfahrt beachten. Frei Parkplätze gibt es reichlich in der Sackgasse zum Ende der Straße „Am Bruchgraben“. https://www.facebook.com/events/1357634961531597/    


•  Aufgrund des vielfältig ausgerichteten Programms wagt sich das Kreativquartier Ruhrort auch am Samstag an die Ausrichtung paralleler Veranstaltungen im Stadtgebiet: Im als Spielort für experimentelle Musik mehrfach preisgekrönten Lokal Harmonie an der Harmoniestraße in Ruhrort spielt das junge Kölner Trio Rothammel/Görris/Roßmüller ihr aktuelles Programm „Octopetala“. https://www.facebook.com/events/693136342991633/  
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•  Steffi Budde und Mick Haering sind „Meeting of the Waters“. In der Cubus-Kunsthalle im Kantpark in Stadtmitte präsentieren sie das, eigens zu den 45. Duisburger Akzenten zusammengestellte Konzert mit „Teaghlaigh stories“. https://www.facebook.com/events/238517615963886/  


•  Seine Vielseitigkeit stellt Mick Haering dann am Sonntag unter Beweis, wenn er um 15 Uhr zum „Familienleierkasten-Walk“ auf den Ruhrorter Neumarkt einlädt. https://www.facebook.com/events/396619769397060/  


Höhepunkt und Abschluss ihrer Residenz zu den 45. Duisburger Akzenten ist für Regisseurin und Künstlerin Ebba Jahn dann die Aufführung der in der Festivalzeit gesammelten und editierten „Silent Movies“ im Lokal Harmonie in Ruhrort. Internationale Spitzenmusiker werden live dazu improvisieren und den Aufführungen einen einzigartigen Charakter geben. https://www.facebook.com/events/7495754010458506/  


Gospel und Zweige im Gottesdienst an Palmsonntag
Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, denken Christinnen und Christen an den Einzug Jesu in Jerusalem. Die Leute streuten ihm damals Palmzweige auf den Weg. Deshalb bekommen auch alle Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes am Sonntag, 24. März 2024 um 11.15 Uhr in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg einen Zweig geschenkt. Weil es in Duisburg aber eher wenige Palmen gibt, werden im Gemeindehaus Vogelsangplatz in Wanheimerort Buchsbaumzweige geschwenkt. Das ist Tradition im von Pfarrer Jürgen Muthmann geleiteten Gottesdienst.


Musikalisch begleiten die beiden Gospelchöre „PraiSing“ und „Praise Together“ unter Leitung von Daniel Drückes und Volker Nies den Gottesdienst mit Gospels wie „Halleluja, Salvation and Glory“, „Lord have mercy“ oder „Make us one“ und dem Lied zur aktuellen Jahreslosung. Hendrik Heckes spielt Schlagzeug, Clarissa Hansen ist an der Trompete zu hören. Anschließend lädt die Rheingemeinde alle Besucherinnen und Besucher noch zum Kirchencafé ein.

Infos zur Gemeinde gibt es im Netz gibt es im Netz unter www.gemeinde-wanheim.de und www.wanheimerort.ekir.de.




18,1 % mehr beantragte Regelinsolvenzen im Februar 2024 als im Februar 2023
• 22,1 % mehr Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2023 als im Jahr 2022, aber 5,0 % weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019
• 0,7 % mehr Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2023 als im Jahr 2022

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar 2024 um 18,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im Januar 2024 hatte sie um 26,2 % gegenüber Januar 2023 zugenommen. Seit Juni 2023 sind damit durchgängig zweistellige Zuwachsraten im Vorjahresvergleich zu beobachten, wobei die Regelinsolvenzen für diesen Zeitraum insgesamt noch leicht unter dem Niveau des Vor-Corona-Zeitraums Juni 2019 bis Januar 2020 lagen.


Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Die Insolvenzstatistik bildet nur Geschäftsaufgaben ab, die im Zuge eines Insolvenzverfahrens ablaufen, nicht jedoch solche aus anderen Gründen beziehungsweise vor Eintritt akuter Zahlungsschwierigkeiten. Diese und weitere Hinweise sind bei der Interpretation der Insolvenzstatistiken zu beachten.



Hennen in NRW legten 2023 rund 1,45 Milliarden Eier – höchster Zuwachs bei Eiern aus Freilandhaltungen
Im Jahr 2023 sind in 308 Betrieben von nordrhein-westfälischen Unternehmen mit mindestens 3 000 Haltungsplätzen rund 1,45 Milliarden Eier von Legenennen produziert worden. Wie das Statistische Landesamt anhand der Legehennenstatistik mitteilt, entspricht dies einem Anstieg von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Eiererzeugung in Freilandhaltungen verzeichnete mit 13,5 Prozent den größten Zuwachs innerhalb eines Jahres.


Mit einem Anteil von 70,8 Prozent machte Bodenhaltung nach wie vor den größten Anteil an der nordrhein-westfälischen Eierproduktion aus. 1,02 Milliarden Eier stammten von Legehennen aus dieser Haltungsform. 121 Millionen (8,4 Prozent) der produzierten Eier kamen von Legehennen aus Käfighaltung, 198 Millionen Eier (13,7 Prozent) aus Freilandhaltung und 102 Millionen Eier (7,1 Prozent) aus ökologisch anerkannten Erzeugungsbetrieben.. 2023 wurden doppelt so viele Freilandeier erzeugt wie 2015 In der Langzeitbetrachtung zeigt sich, dass die Freiland- und ökologische Erzeugung weiter gestiegen ist, während die Erzeugung in Käfighaltung rückläufig ist.


So hat sich die Zahl der erzeugten Eier aus Freilandhaltungen zwischen 2015 und 2023 verdoppelt (+106,0 Prozent). Die Eiererzeugung aus ökologischer Haltung ist im selben Zeitraum um 62,2 Prozent gestiegen. In Käfighaltungen wurden im vergangenen Jahr 37,1 Prozent weniger Eier erzeugt als noch 2015.. Insgesamt ist die Eiererzeugung in diesem Zeitraum um 10,6 Prozent gestiegen. Knapp die Hälfte der Eier wurde 2023 im Regierungsbezirk Münster erzeugt.


Der Großteil der erzeugten Eier kam aus dem Regierungsbezirk Münster. Hier wurden 679 Millionen der 1,45 Milliarden Eier produziert; dies entspricht einem Anteil von 47,0 Prozent. Darauf folgten die Regierungsbezirke Detmold (17,1 Prozent) und Köln (13,4 Prozent). Die geringsten Anteile an der nordrhein-westfälischen Eierproduktion machten die Regierungsbezirke Arnsberg (12,0 Prozent) und Düsseldorf (10,4 Prozent) aus. Die meisten Eier aus Freilandhaltung verzeichnete im vergangenen Jahr der Regierungsbezirk Münster (35,6 Prozent); gefolgt vom Regierungsbezirk Detmold (20,6 Prozent). Der Großteil der Eier aus ökologischer Haltung wurde in den Regierungsbezirken Arnsberg (38,7 Prozent) und Detmold (26,6 Prozent) erzeugt. Eier aus Käfighaltung wurden insbesondere im Regierungsbezirk Münster produziert (85,5 Prozent).



Männer verstoßen öfter gegen Verkehrsregeln
Deutschland hat im Jahr 2022 wieder einen deutlichen Rückgang der Verkehrsverstöße verzeichnet. Laut der Jahresstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes sank die Gesamtzahl der Verkehrstaten - sowohl Straftaten als auch Ordnungswidrigkeiten - im letzten Jahr auf nur 200.000 respektive 3,9 Millionen Fälle. Damit setzt sich der abnehmende Trend der letzten fünf Jahre fort.  Zugleich belegen die Daten, dass Frauen in seltener gegen Verkehrsregeln verstoßen. Die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern wird noch deutlicher bei Betrachtung spezifischer Ordnungswidrigkeiten.


Am größten ist der Anteil der Frauen mit etwa einem Drittel bei den Delikten Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren und bei Rotlichtverstößen. Geschwindigkeitsverstöße machen zahlenmäßig den größten Teil der Ordnungswidrigkeiten aus – diese werden zu rund 76 Prozent von Männern begangen. Auch bei Delikten in Zusammenhang mit Alkohol, Überholen oder Ladungssicherung dominieren männliche Verkehrsteilnehmer mit 86 bis 98 Prozent. Für die Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes gilt: Die Zahl der Ordnungswidrigkeiten beziehen sich jeweils auf alle Personen, die am Straßenverkehr teilgenommen haben und damit auch auf alle Fahrerlaubnisklassen plus Rad- und Rollerfahrer oder auch Fußgänger. 


Bei einer annähernd gleichverteilten Gesamtfahrerlaubnisverteilung reflektieren diese Zahlen ein signifikantes Ungleichgewicht im Hinblick auf das Fahrverhalten. Dies gilt jedoch nicht für alle Führerscheinklassen, wie diese Statista-Grafik zeigt. Bei einzelnen Delikten, die eine bestimmte Fahrzeugkategorie stärker betreffen als andere, dürfte der geringere Frauenanteil Teil der Erklärung dafür sein, warum mehr Männer als Frauen diese Ordnungswidrigkeit begehen. Dies dürfte auf den Fall "Ladung" zutreffen, von der mehrheitlich Lastkraftwagen betroffen sein dürften. Hier liegt der Anteil der Frauen mit einem entsprechenden Führerschein bei 37 Prozent.


Bei Pkw-Fahrerlaubnissen beträgt der Frauenanteil dagegen 52 Prozent. Gleichwohl muss man über alle Delikte hinweg einen deutlichen Männerüberschuss konstatieren, der sich nicht hinreichend durch einen geringeren Anteil der Frauen bei den jeweiligen Fahrerlaubnisklassen erklären lässt. Nicht zu vernachlässigen dürfte die Vermutung sein, dass in vielen gegengeschlechtlichen Partnerschaften öfter der Mann das Auto fährt und dementsprechend mehr Männer in den Statistiken zur Ordnungswidrigkeit einfließen. Wie oben erwähnt beziehen sich die Daten jedoch auf alle Verkehrsteilnehm:innen, nicht nur auf Pkw-Fahrer:innen.


Dafür, dass bei Paaren häufiger der Mann als die Frau am Steuer sitzt, sind dem Autoren zudem bislang nur Indizien bekannt. Psychologen haben unlängst festgestellt, dass es deutliche Unterschiede beim Aggressionspotential im Straßenverkehr bei den Geschlechtern gibt. So würden Männer weniger regelkonform fahren und würden das Auto auch zu Zwecken der Machtdemonstration und Selbstdarstellung nutzen. Es spricht also einiges dafür, dass der größere Männeranteil bei den Ordnungswidrigkeiten auf ein nicht adäquates Verhalten vieler Männer im Straßenverkehr zurückzuführen ist. Das Aggressionslevel im deutschen Straßenverkehr könnte dabei in den vergangenen Jahren insgesamt zugenommen haben, wie diese Umfrage des TÜV-Verbands nahelegt.
Renè Bocksch
Infografik: Männer verstoßen öfter gegen Verkehrsregeln | Statista

LASTENRAD. Das neue Familienfahrzeug?
Lastenräder erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Laut Zweirad-Industrie-Verband wurden vergangenes Jahr hierzulande über 235.000 Exemplare verkauft - das entspricht einem Plus von rund 10,5 Prozent. Etwa jedes zwanzigste in Deutschland verkaufte Fahrrad war ein Lastenrad. Drei Viertel der für den Transport von Menschen und Material geeigneten Zwei- oder Dreiräder verfügen über einen elektrischen Hilfsantrieb.


Zuletzt wurden wegen der Lastenräder aber häufiger Sicherheitsbedenken laut. So stoppte die Marktaufsichtsbehörde NVWA kürzlich den Verkauf von Rädern des niederländischen Lastenrad-Riesen Babboe und ordnete den Rückruf einiger Modelle an. Laut Babboe ist der Grund für den Rückruf eine schwäche im Rahmen der Fahrräder, bei dem unter starker Beanspruchung Haarrisse entstehen können - ein Problem das bereits 2019 bekannt war. Mathias Brandt
Infografik: Das neue Familienfahrzeug? | Statista

Berlin: 1/3 pendelt pedalgetrieben
Die neue Berliner Verkehrssenatorin, Manja Schreiber (CDU), hat die Radwegeplanung gestoppt. Für die Pendler:innen der Bundeshauptstadt ist das eine schlechte Nachricht. Den Statista Consumer Insights zufolge nutzt etwa ein Drittel von ihnen das Fahrrad für den täglichen Weg zur Arbeit, Schule oder Universität. Damit hat die Metropole den höchsten Fahrrad-Pendler:innen Anteil Deutschlands, wie der Blick auf die Grafik zeigt. Indes will Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner den Radwege-Baustopp ganz anders verstanden wissen.


"Das ist kein Stopp, sondern eine Prüfung und Priorisierung. Und das ganze Thema wird zu Unrecht aufgebauscht", so der CDU-Politiker gegenüber dem Spiegel. Und weiter: "Im Koalitionsvertrag steht, dass wir deutlich mehr Radwege bauen wollen als die letzte Landesregierung. Was ich nicht will, sind Radwege, mit denen man Autos mutwillig ausbremst." Wie viel Schutz der Berliner Autoverkehr braucht sei dahin gestellt. Auf 1.000 Berliner:innen kommen laut Statistischem Bundesamt 337 Autos. Damit ist die PKW-Dichte in der Bundeshauptstadt von allen Bundeländern am niedrigsten. Auch in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen gibt es deutlich mehr Fahrzeuge, wie eine weitere Statista-Grafik zeigt.
Infografik: Berlin: 1/3 pendelt pedalgetrieben | Statista

Innerorts: Jeder 3. Verkehrstote fuhr Rad
881 Menschen sind 2022 laut Statistischem Bundesamt innerhalb von Ortschaften im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Das sind zwar mehr als im Vorjahr (746 Getötete), aber insgesamt ist die Entwicklung eher positiv. Zum Vergleich zwischen 2015 und 2019 starben im Schnitt 980 Menschen pro Jahr. Anders sieht das bei Fahrradfahrer:innen aus. Hier kamen im vergangene Jahr innerorts 276 Menschen im Straßenverkehr ums Leben - deutlich mehr als Schnitt der Vorjahre.


Das zeigt auch der mit 31,3 Prozent hohe Anteil der getöteten Fahrradfahrer:innen an allen Todesopfern. Verantwortlich hierfür ist die Zunahme bei den Todesopfern, die auf E-Bikes unterwegs waren. Gleichzeitig sind die Fälle bei konventionellen Fahrrädern rückläufig. Das dürfte daran liegen, dass E-Bikes mittlerweile massenhaft im Straßenverkehr vorkommen - von 2018 bis 2022 wurden in Deutschland 8,5 Millionen Stück verkauft.
Infografik: Innerorts: Jeder 3. Verkehrstote fuhr Rad | Statista

Leihfahrräder selbst in Großstädten wenig genutzt
Bikesharing beziehungsweise die Nutzung von Leihfahrrädern hat in Deutschland einen schweren Stand. Nach einem kurzzeitigen Pandemie-Boom, bedingt durch den Nutzungsausfall im öffentlichen Personennahverkehr und Lieferschwierigkeiten bei neuen Fahrrädern und damit einhergehenden Preiserhöhungen, scheint das Interesse der Deutschen an Bikesharing wieder abzunehmen. Dominiert wird der Markt derzeit von Call a Bike, einer Marke der Deutschen Bahn, und Nextbike, das vor zwei Jahren in das Mobility-as-a-Service-Unternehmen Tier eingegliedert wurde, laut Angaben des Bundeskartellamts aber in naher Zukunft aufgrund mangelnder Rentabilität weiterverkauft werden soll.


Wie die Statista-Grafik zeigt, wurden entsprechende Dienste hierzulande zuletzt kaum genutzt. Selbst in Großstädten mit mehr als einer Million Einwohner:innen geben 77 Prozent der zwischen Januar und Dezember 2023 befragten Personen an, nie Bikesharing oder andere Leihfahrradsysteme zu nutzen. Rund 16 Prozent greifen mindestens einmal im Monat auf entsprechende Dienste zurück, zwei Prozent fast täglich. In Kleinstädten zwischen 5.000 und 100.000 Einwohner:innen nimmt nur jede:r Zehnte Angebote wie Call a Bike oder Nextbike in Anspruch.


 Dies dürfte allerdings auch daran liegen, dass die Verfügbarkeit von Leihfahrrädern in starkem Zusammenhang mit Bevölkerungszahlen am Nutzungsort oder touristischer Erschließung beispielsweise von Reisezielen wie Sylt, Amrum oder Usedom steht. Laut der aktuellen Fahrradstudie von EY Parthenon sollen im Jahr 2022 europaweit rund 400 Millionen Euro mit Bikesharing umgesetzt worden sein, bis 2028 soll das Marktvolumen auf 725 Millionen Euro ansteigen. Zum Vergleich: Der geschätzte Gesamtumsatz mit Fahrrädern betrug im selben Jahr europaweit etwa 22 Milliarden Euro, für 2028 wird von Umsätzen in Höhe von 29 Milliarden Euro ausgegangen. Florian Zandt
Infografik: Leihfahrräder selbst in Großstädten wenig genutzt | Statista

Stadtvolk setzt aufs eigene Auto
Mehr als ein Drittel der deutschen Stadtbevölkerung nutzt fast täglich das eigene Auto. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Statista Consumer Insights unter Personen, die in Großstädten leben. Deutlich abgeschlagen bei der annähernd täglichen Nutzung sind das Fahrrad (13 Prozent) und der öffentliche Personennahverkehr (19 Prozent). Auch bei einer Nutzungshäufigkeit von zwei- bis fünfmal die Woche greifen die Befragten mehrheitlich auf den Pkw zurück.


Das suggeriert, dass Autos das bevorzugte Verkehrsmittel für das Pendeln zur Arbeit sind. Ebenso oft benutzen 21 Prozent der Städter:innen ihr Fahrrad - weitere 18 Prozent fahren bis zu viermal im Monat mit dem "Fiets". Sieben beziehungsweise elf Prozent der Umfrageteilnehmer:innen schwingen sich nur quartalsweise oder seltener auf den Drahtesel. Trotz gutem ÖPNV-Angebot in den meisten deutschen Großstädten, kann dieser sich nur selten gegen die anderen Verkehrsmittel durchsetzen, wie die Statista-Grafik zeigt. Der Anteil der Stadtbewohner:innen ist bei der Häufigkeit der Nutzung zwischen ein- bis viermal pro Monat und fast täglich annähernd gleichverteilt mit 19 bis 21 Prozent. Weniger oft fahren rund 17 Prozent der Befragten mit Bus und Bahn.
Infografik: Stadtvolk setzt aufs eigene Auto | Statista