'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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Freitag, 15. März 2024 - Weltverbrauchertag - Tag der Rückengesundheit

Warntag NRW 2024: Rheinhauser Funkamateure übten Krisenkommunikation
Zum Warntag des Landes Nordrhein-Westfalen am 14.03.2024 bewiesen die Rheinhauser Funkamateure des Deutschen Amateur-Radio-Clubs e.V. (DARC) ihr Können. In einer vom benachbarten DARC-Ortsverband Krefeld organisierten Notfunkübung testeten sie die Effektivität ihrer Kommunikationswege. Die Funkamateure können sie selbst dann noch autark nutzen, wenn öffentliche Versorgungsnetze zusammenbrechen.


Diese Übung zielte darauf ab, die Reichweiten der Sprechfunkverbindungen untereinander zu ermitteln und die Zusammenarbeit zwischen den Funkamateuren der beiden Ortsverbände zu stärken. Grundsätzlich kann eine solche Funkverbindung in Abhängigkeit vom Standort, der Antenne und der Sendeleistung in einer Entfernung von einigen wenigen bis hin zu mehreren hundert Kilometern zustande kommen.


Begründet sind die Notfunkaktivitäten der Funkamateure im Amateurfunkgesetz. „Auf dessen Grundlage wird der Amateurfunk auch zur Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenfällen wahrgenommen.“, sagte der Rheinhauser Funkamateur Michael Mittler, der sich als Teilnehmer zufrieden mit dem Verlauf der Übung zeigte. Infos zu den Rheinhauser Funkamateuren:  www.amateurfunk-in-rheinhausen.de

Der Amateurfunk ist so facettenreich wie kaum eine andere Freizeitbeschäftigung. Einige Funkamateure pflegen den Sprechfunk und das immaterielle Kulturerbe Morsen, andere befassen sich mit computergestützten Betriebsarten. Wieder andere betreiben Amateur-Fernsehsender, das HamNet – ein Datenübertragungsnetz als Kombination von Amateurfunk und Internet – sowie vieles mehr.


Der länderübergreifende Funkbetrieb findet auf Kurzwelle, UKW sowie über Satelliten statt. Er fördert die Toleranz, den kulturellen Austausch und das internationale Verständnis der rund 61.000 deutschen und weltweit mehr als 2,5 Millionen Funkamateure. Mit der Fülle ihrer technischen Möglichkeiten können sie in Not- und Katastrophensituationen helfen, die Kommunikation unabhängig von den Versorgungsnetzen aufrecht zu erhalten. 


Als größter Verband von Funkamateuren in Deutschland hat der DARC e.V. rund 32.000 Mitglieder. Der DARC e.V. vertritt die Interessen der Funkamateure bundesweit und engagiert sich zur Förderung des Amateurfunks auf allen Ebenen – auch international als Mitglied der International Amateur Radio Union (IARU). Weitere Infos: https://www.darc.de


DSA, Werbung und KI: EU-Kommission eröffnet Verfahren und fordert Informationen von Plattformen und Suchmaschinen
Die EU-Kommission überprüft, ob Plattformen und Suchmaschinen das Gesetz über Digitale Dienste einhalten. Gegen AliExpress hat sie ein förmliches Verfahren eingeleitet und prüft, ob das Unternehmen gegen das Gesetz verstoßen hat. LinkedIn muss der Kommission Informationen über möglicherweise gezielte Werbung auf der Grundlage sensibler Daten schicken.


Bing, Google Search, Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok, YouTube und X müssen weitergehende Informationen vorlegen, wie sie Risiken im Zusammenhang mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI) eindämmen.


Ali Express Die Kommission hat ein förmliches Verfahren eingeleitet. Es wird geprüft, ob AliExpress gegen das Gesetz über digitale Dienstleistungen (DSA) verstoßen hat. Es geht um mehrere Bereiche, die mit dem Management und der Minderung von Risiken, der Moderation von Inhalten und dem internen Mechanismus zur Bearbeitung von Beschwerden, der Transparenz von Werbung und Empfehlungssystemen, der Rückverfolgbarkeit von Händlern und dem Datenzugang für Forscher zusammenhängen.


Die Einleitung eines förmlichen Verfahrens greift weder dem Ergebnis des Verfahrens noch anderen Verfahren vor, die die Kommission möglicherweise gemäß anderen Artikeln des DSA einleitet.


LinkedIn
In einem förmlichen Auskunftsersuchen soll LinkedIn nähere Angaben darüber geben, wie der Dienst das Verbot einhält, Werbung auf der Grundlage von Profiling unter Verwendung besonderer Kategorien personenbezogener Daten zu präsentieren. LinkedIn muss außerdem informieren, wie es sicherstellt, dass seinen Nutzern alle erforderlichen Transparenzanforderungen für Anzeigen zur Verfügung gestellt werden. Die Plattform muss die geforderten Informationen bis zum 5. April 2024 vorlegen.


Auskunftsersuchen über generative KI-Risiken
Die Kommission hat im Rahmen des Digital Services Act (DSA) förmliche Auskunftsersuchen an Bing und Google Search (Sehr große Online-Suchmaschinen, Very Large Online Search Engines, VLOSE) sowie an Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok, YouTube und X (Sehr große Online-Plattformen, Very Large Online Platforms, VLOP) gerichtet. Die Kommission fordert diese Dienste auf, mehr Informationen über ihre jeweiligen Maßnahmen zur Eindämmung von Risiken vorzulegen: hier geht es z.B. um so genannte „Halluzinationen", bei denen KI falsche Informationen liefert, um die virale Verbreitung von Deepfakes sowie die automatische Manipulation von Diensten, die Wähler in die Irre führen kann.


Die Kommission fordert außerdem Informationen und interne Dokumente zu den Risikobewertungen und Maßnahmen zur Risikominderung. Hier geht es um Auswirkungen generativer KI auf Wahlprozesse, die Verbreitung illegaler Inhalte, den Schutz der Grundrechte, geschlechtsspezifische Gewalt, den Schutz von Minderjährigen, das psychische Wohlbefinden, den Schutz personenbezogener Daten, den Verbraucherschutz und das geistige Eigentum.

Die Fragen beziehen sich sowohl auf die Verbreitung als auch auf die Erstellung von generativen KI-Inhalten. Die betroffenen Unternehmen müssen der Kommission die angeforderten Informationen bis zum 5. April 2024 für Fragen im Zusammenhang mit dem Schutz von Wahlen und bis zum 26. April 2024 für die übrigen Fragen übermitteln.


Kulturrucksack: Osterferien-Angebote für Duisburger Kinder und Jugendliche
Der Duisburger Kulturrucksack hat für die Osterferien 2024 in vielen Stadtteilen wieder tolle Workshop-Angebote vorbereitet. Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren sind eingeladen, ihre Osterferien mit den überwiegend kostenlosen Angeboten unter professioneller Anleitung zu bunter und lebendiger zu gestalten.


„Kleidung aus Papier“ mit Maia Kesseler. Workshop: 25. März bis 28.März, jeweils 9 bis 12.30 Uhr in der Kinder- und Jugendbibliothek Duisburg, Steinsche Gasse 26 in der Duisburger Innenstadt.
Reißen, schneiden, kleben, tackern, knüllen, falten – wir starten mit ersten Entwürfen in Form von Kollagen und Modezeichnungen und schauen, was man aus Papier alles machen kann. Im Anschluss werden die Entwürfe in die Tat umgesetzt und mit Hilfe der Drapage eigene Modekreationen erschaffen.

Am letzten Tag des Workshops findet ein Fotoshooting statt, bei dem die Kleidung aus Papier vor der Kamera präsentiert werden kann. Im Anschluss werden die Fotos professionell bearbeitet und den Kindern als Erinnerung zugesendet. Die Kosten betragen 5 Euro, die Anmeldung ist online unter www.stadtbibliothek-duisburg.de möglich.


„Was ist Geld? Wofür brauchen wir Geld? Wie ist Geld entstanden?“ mit Max Bilitza in der Tanzwerkstatt Ulla Weltike. Mehrtägiger Workshop mit Open-Air Ausstellung: Workshop vom 2. April bis 5. April, jeweils von 10 bis 15 Uhr, sowie Intensiv-Workshop und Ausstellungsbau am 6. April von 11 bis 17 Uhr. Präsentation am 7. April von 13 - 16 Uhr (Open-Air-Ausstellung) in der Tanzwerkstatt Ulla Weltike in Duisburg-Neudorf.


„Geld oder Leben“ – der aufregende Kunst-Multimedia-Workshop lädt in die Welt der Farben und Künste ein. In unserem kostenfreien KulturrucksackFerienprojekt schaffen Kinder und Jugendliche zum Thema „Geld“ eine einzigartige Kunst-Ausstellung aus selbstgemalten Acrylbildern, handgefertigten Kunstwerken und echten Schredder-Geldscheinen: bunt, kreativ, cool, glitzernd, frech und fantasievoll. Wir basteln, malen, sprayen, zeichnen und präsentieren. Die Ergebnisse werden von den jungen Leuten kuratiert und bei einer Open-Air-Kunstausstellung öffentlich präsentiert.

Die Teilnahme ist kostenfrei, um verbindliche Anmeldung wird gebeten. Bitte bequeme Malkleidung mitbringen. Für einen kleinen Imbiss und Getränke wird gesorgt. Telefonische Anmeldung unter 0179 2042332 (Max Bilitza) oder per E-Mail an maximilianbilitza@gmail.com.


„Dein eigener Stop-Motion-Trickfilm“ mit Tabea Borchardt Workshop: 1.April bis 5. April, jeweils von 10 bis 14 Uhr, inklusive Pause (gern einen Snack & zu trinken mitbringen) im Soziokulturellem Zentrum Stapeltor, Stapeltor 6 in der Duisburger Innenstadt. Jeder Film besteht aus vielen Einzelbildern, die schnell hintereinander abgespielt werden.

In diesem Workshop gehen wir der Sache auf den Grund und erforschen die Entstehung heutiger Filme. Dabei werfen wir auch einen Blick in die Vergangenheit des Films zu Daumenkino, Zwirbelscheibe, Wundertrommel und Lebensrad.

Wir erstellen unsere eigenen Trickfilme mit selbst gebauten Figuren und Kulissen im Legetrick-Verfahren sowie in der Ebenenansicht. Tabletts, Lichtfilter und vieles mehr begleiten uns dabei. Am Ende machen wir eine eigene Filmvorführung. Anmeldung ist per E-Mail an mail@tabeaborchardt.com möglich.

 Mehr Infos zu allen Workshops des Kulturrucksacks NRW und Kontaktdaten zur Anmeldung gibt es online unter www.duisburg.de/kulturrucksack.

Lehmbruck Museum: Museumsspaß in den Osterferien (25. März bis 5. April, jeweils ein Workshop pro Woche)  
Ferienzeit ist Museumsspaß-Zeit! In den Osterferien bietet das Lehmbruck Museum zwei abwechslungsreiche Workshops für Kinder ab 6 bzw. 8 Jahren an. In der ersten Woche gibt es die Möglichkeit, den eigenen Körper zu erweitern: Ein dritter Arm oder ein zweiter Kopf? Kein Problem! In der zweiten Woche werden aus verschiedenen Materialien neue Fantasiewesen geschaffen – die Tastausstellung „SHAPE!“ liefert dafür die Inspiration. Die Workshops finden jeweils von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, statt.  

•  25. bis 29. März 2024 „Körper-Extensionen“ Workshop mit Katharina Nitz, für Kinder ab 8 Jahren   In dem Workshop „Körper-Extensionen“ werden innerhalb einer Woche neue Körperteile geschaffen. Dies kann ein eigenes Haus wie bei einer Schnecke sein, ein Gesicht auf dem Hinterkopf oder eine dritte, vierte oder fünfte Hand.  Für die Körper-Extensionen werden verschiedene Materialien genutzt, zum Beispiel Pappe, Maschendraht, Schaumstoff, Stoff und Farben. 
 
Teilnahme: 80 EUR, Geschwisterkind 50 EUR. Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.

 Körper-Extensionen: Foto: Katharina Nitz

•  1. bis 5. April 2024 „Bizarre Körper“ Workshop mit Sabine Bazan, für Kinder von 6 bis 12 Jahren.
Aus Materialien wie Draht, Stoff, Sand, Pappe, Watte, Holz, Stein oder Ton werden Fantasiewesen geschaffen: Nachtmonster, Drachen, Aliens oder Rieseninsekten. Mittels künstlerischer Techniken werden die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verwischt und die kühnsten Vorstellungen wahr. Die Ausstellung „SHAPE!“ dient dabei als Inspiration.

Teilnahme: 80 EUR, Geschwisterkind 50 EUR   Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.  
Bizarre Körper: Foto: Museum


Highlight der Duisburger Akzente: World Press Fotoausstellung „Ties that Bind“ noch bis zum 24. März in der Kulturkirche Liebfrauen

Die World Press Fotoausstellung „Ties that Bind“ ist das Highlight der derzeit laufenden Duisburger Akzente 2024 mit ihrem Motto „Familienbande“. Noch bis zum 24. März bietet sich in der Kulturkirche Liebfrauen am KönigHeinrich-Platz 3 in der Innenstadt die einmalige Gelegenheit, die speziell für das Festival zusammengestellten, faszinierenden Aufnahmen, die alle in den letzten 20 Jahren den World Press Photo Contest gewonnen haben und ihre spannenden Geschichten, zu erleben.

Es gibt eine Vielzahl von Bildern zu erkunden, die familiäre Bindungen in all ihren Facetten zeigen – von traditionellen bis zu modernen Familienstrukturen, von der Kernfamilie bis hin zur Wahlverwandtschaft. Die Ausstellung ist exklusiv und ausschließlich im Rahmen der Akzente zu sehen. Die Die Ausstellung ist jeweils mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags von 14 bis 20 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet „Familienbande“ - Die 45. Duisburger Akzente vom 1. bis 24. März Seit 1977 finden die Duisburger Akzente statt – im Rahmen des 45. Festivals werden nun Familienbande geknüpft.


Das Festival-Motto lenkt den Blick auf die absurdesten, kontroversesten und lustigsten Umstände, die den Zusammenhalt einer „wilden“ Familienbande ausmachen. Vom 1. März bis zum 24. März wird Duisburg mit Theater, Performance und Tanz, bildender Kunst, Literatur, Musik, Film, Installationen, Diskussionen und vor Allem Ausstellungen Kulturmittelpunkt der Metropolregion Ruhr. Alle Infos und Termine unter www.duisburg-akzente.de.


Vorlesespaß in der Bezirksbibliothek Buchholz
Die Kinderveranstaltungen in der Bezirksbibliothek Buchholz im April beginnen am Dienstag, 9. April, um 16.15 Uhr, in der Zweigstelle auf der Sittardsberger Allee 14 mit einem echten Klassiker der Kinderliteratur. Friedemann Vietor liest die Bilderbuchgeschichte „Momo“ nach dem bekannten Werk von Michael Ende vor. Kinder ab vier Jahren sind zum Zuhören und anschließenden Malen eingeladen. Am Samstag, 20. April, um 11 Uhr geht es mit „Peterchens Mondfahrt“ mit einem genauso bekannten Klassiker weiter, den Michael Schmitz ebenfalls Kindern ab vier Jahren präsentiert. Darüber hinaus enthält das Programm viele weitere Termine für Kinder ab zwei Jahren.


Alle Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf www.stadtbibliothek-duisburg.de. Die Teilnahme ist kostenlos. Fragen beantwortet das Team der Bibliothek gerne persönlich oder telefonisch unter (0203) 283-7284. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis donnerstags von 10.30 bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.


Blick über den Zaun:
Im Oberhausener Gasometer öffnet die neue Ausstellung "Planet Ozean"
Im Gasometer Oberhausen öffnet am Freitag, 15. März, die neue Ausstellung "Planet Ozean". Im Mittelpunkt steht die faszinierende – aber auch fragile – Schönheit der Weltmeere und ihrer vielfältigen Lebensformen. Als ganzheitliche Inszenierung entführt der Gasometer in verschiedenen Ausstellungskapiteln in die Vielfalt der Unterwasserwelten: Mit teilweise noch nie gesehenen großformatigen Fotografien und Filmen, original Exponaten, akustischen Hörerlebnissen sowie einer einmaligen Animation. Höhepunkt der neuen Ausstellung ist die immersive Großinstallation "Die Welle", deren 40 Meter messende Leinwand in den Himmel des Gasometers aufsteigt.


Die Konstruktion aus zwei ineinander verschränkten, über 1.000 Quadratmeter großen Flächen, avanciert zum visuellen Raumerlebnis, wenn gigantische Wassermassen sich als brechende Wellen auf die Besuchenden zubewegen. Und auch das geheimnisvolle Leben in der Meerestiefe ist hautnah erlebbar, denn die Gäste können hier interaktiv in riesige Fischschwärme eintauchen, eleganten Quallen folgen und sogar Meeresgiganten in Originalgröße begegnen. Auch beschäftigt sich die Ausstellung mit dem menschlichen Eingriff in die Natur sowie den Bereichen Meeresschutz und -forschung.


Dank modernster Technologien ist es heute möglich, die steten Veränderungen der Ozeane detailliert zu erfassen. Diese Datenmengen vermittelt die Ausstellung mit dem "Ocean Twin": Beim vom Environmental Systems Research Institute (kurz Esri) entwickelten Zwilling der Weltmeere handelt es sich um einen interaktiven Globus, der als geografisches Informationsnetzwerk aktuellste Erkenntnisse visualisiert. "Planet Ozean" wird bis zum 30. Dezember 2024 zu sehen sein. idr - Weitere Infos und Tickets gibt es unter: https://www.gasometer.de/de


Grimme Preis 2024: Gewinner stehen fest
Die Gewinner des 60. Grimme-Preises stehen fest: Die Jury hat über insgesamt vierzehn Grimme-Preise sowie drei Sonderpreise entschieden, die am 26. April im Marler Theater verliehen werden. In diesem Jahr führt die Moderatorin Siham El-Maimouni durch die Preisverleihung. Die Auszeichnung für die Besondere Journalistische Leistung geht an die Journalistin Katharina Willinger für ihre transparente und kontinuierliche Auslandsberichterstattung aus der Türkei und dem Iran.


Die Jury der Kategorie Information & Kultur vergibt vier weitere Auszeichnungen, darunter an den Dokumentarfilm "Drei Frauen – Ein Krieg" (EIKON Media/SD Cinematografica für rbb/WDR/ARTE) über die ersten akkreditierten Kriegsreporterinnen der Geschichte. Der Film erhält zudem den Publikumspreis der Marler Gruppe. Im Wettbewerb "Fiktion" entschied sich die Jury für vier Produktionen, darunter für "Haus Kummerveldt" (Goldstoff Filme/Outside The Club/Filmwerkstatt Münster für WDR/ZDF/ARTE), das auch den Grimme-Preis Spezial für die experimentierfreudige Verknüpfung von Historie, Pop und Politik erhält.


Zwei Preise werden in der Kategorie "Unterhaltung" verliehen, z. B. an die Show "Bosetti Late Night" (Turbokultur für ZDF/3sat). Im Wettbewerb "Kinder & Jugend" gibt es drei Ehrungen, z. B. für den Zweiteiler "Die Sendung mit der Maus-Spezial – Marokko-Maus" (WDR) mit Moderatorin Siham El-Maimouni. Die diesjährige Studierendenjury zeichnet mit "Nichts, was uns passiert" (Gaumont für WDR) eine fiktionale Produktion aus. Die Besondere Ehrung des Preisstifters Deutscher Volkshochschul-Verband geht an das Team von "heute – in Europa". Eine Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger ist unter http://www.grimme-preis.de zu finden.


MSV Duisburg – 1. FC Saarbrücken: DVG setzt zusätzliche Busse ein
Für Gäste des Fußballspiels MSV Duisburg gegen den 1. FC Saarbrücken am Samstag, 16. März, um 14 Uhr in der Schauinsland-Reisen Arena, setzt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) die Sportlinie 945 ein.  
Abfahrtszeiten Buslinie 945 Richtung MSV Arena  
- ab „Salmstraße“ (Meiderich) Abfahrt um 12.06, 12.16, 12.26 Uhr
- ab „Bergstraße“ um 12.11, 12.21 und 12.31 Uhr
- ab „Meiderich Bahnhof“ ab 12.15 bis 12.40 Uhr alle fünf Minuten
- ab „Großenbaum Bahnhof Ost“ um 12.50 und 13.05 Uhr
- ab „Betriebshof am Unkelstein“ ab 11.58 bis 12.23 Uhr alle fünf Minuten
- ab „Duisburg Hauptbahnhof“ (Verknüpfungshalle) ab 12.15 bis 13.35 Uhr alle fünf Minuten
- ab „Businesspark Nord“ (Asterlagen) um 12.33 Uhr.

Nach Spielende stehen am Stadion Busse für die Rückfahrt bereit. Gäste des Fußballspieles, die eine Tageseintrittskarte im Vorverkauf erworben haben oder eine Dauerkarte besitzen, können kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel für die Hin- und Rückfahrt benutzen. Für die Gäste, die sich an der Stadionkasse ihre Eintrittskarte kaufen, ist die Rückfahrt mit Bus und Bahn kostenlos.


Herzliche Begegnung auf der Wöchnerinnenstation
Rosi Karbach (70) und ihr Team verschenken an der Helios St. Johannes Klinik liebevolle Geschenke aus Stoff an Eltern von Sternenkindern und von Früh- und Neugeborenen. Vor kurzem bekam das Geburtshilfe-Team auf der Wöchnerinnenstation in Hamborn wieder besonderen Besuch: Die Duisburgerin Rosi Karbach, die seit drei Jahren mit ihrem kleinen Team ehrenamtlich Kleidung, Decken und Spielzeug für die kleinsten Patient:innen näht, schaute mit einer Menge Geschenke im Gepäck vorbei.


Eine ihrer besonderen Kreationen sind die gehäkelten Kraken, die vor allem den Frühchen Trost spenden sollen, denn die Arme des Stofftieres imitieren die Nabelschnur im Bauch der Mutter. Das „Näh-Team“ stellt aber auch Erstlingsausstattungen für sozialschwache Familien her und verschenkt Mützen und Socken an Eltern nach der Geburt. Ihre neuesten Ideen sind Inkubationsdecken für Frühchen sowie Spucktücher, die von den Familien besonders geschätzt werden. Die Beschenkten sowie das medizinische und pflegerische Team begrüßten sie herzlich und lobten das Engagement der Ehrenamtler:innen.


,,Das Lächeln der Eltern hat uns gezeigt, wie glücklich sie über die kleinen Geschenke zum Start ins Leben mit ihrem Kind sind. Das ist immer wieder so schön zu sehen“, sagt Christiane Benninghoff, Medizinische Fachangestellte im Kreissaal. Ein Herzensanliegen von Rosi Karbach ist es zudem, auch den Eltern von totgeborenen Babys, den sogenannten Sternenkindern, eine passende Ausstattung mit auf den Weg zu geben. Eine Geste des Trostes, die für die oftmals traumatisierten Familien eine kleine Unterstützung sein kann. Die ehemalige Tagesmutter plant schon jetzt den nächsten Besuch in der Klinik zum Nikolaus, um die kleinsten Patient:innen in der Geburtshilfe erneut zu überraschen.  

Rosi Karbach (links)  Copyright: Helios Klinikum Duisburg)


Binnenschifffahrtsmuseum in Ruhrort lädt Interessierte zur Sonntagsführung ein
Das Binnenschifffahrtsmuseum bietet am kommenden Sonntag, 17. März, um 15 Uhr im Museum an der Apostelstraße 84 in Ruhrort eine öffentliche Sonntagsführung durch das Museum und die Ausstellungen an. Die Kosten betragen einen Euro für die Führung sowie Eintritt von 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt zeigt Schifffahrts-Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart als multimediales Erlebnis auf drei Etagen mit vielen detailgetreuen Modellen und zahlreichen Exponaten zum Anfassen.


Blickfang und Mittelpunkt in der ehemaligen Herren-Schwimmhalle ist die Tjalk „Goede Verwachting“, ein Lastensegler aus dem Jahre 1913 unter vollen Segeln. Die Halle ist der Geschichte der Fortbewegungstechniken auf den Flüssen vom Einbaum bis zum modernen Schubverband sowie dem Schiffbau gewidmet. Im Zentrum der ehemaligen Damen-Schwimmhalle steht der begehbare Nachbau eines Binnenschiffes. Es ist das bei Kindern beliebte Spielschiff „Hermann“. Ein wichtiges Thema in dieser Halle ist das Leben und Arbeiten an Bord.

Die Ausstellung berichtet vom Alltag der Schiffer und ihrer Familien zu Wasser und zu Lande. Weitere Themen des Museums sind Personenschifffahrt und Rheinromantik, Umschlagstechniken im Hafen, die Geschichte der Duisburg-Ruhrorter Häfen, das deutsche Kanalsystem, Flussbau (und Schleusen) sowie internationale Vereinbarungen zur Binnenschifffahrt. Fast alle Ausstellungsbereiche sind für Menschen mit Behinderungen und Rollstuhlfahrer gut zu erreichen.

F
ür die Dauer des Museumsbesuchs kann bei Bedarf ein Rollator an der Kasse kostenfrei entliehen werden. Das Binnenschifffahrtsmuseum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (0203) 283-94140 sowie unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.


Sakrale Opern von Suppé und Verdi in der Salvatorkirche
„Salvatorkantorei goes opera“ heißt es am 17. März um 17 Uhr in der Salvatorkirche. Der hundertköpfige Chor hat sich zweier bedeutender Opernkomponisten angenommen und führt ihre Werke in Verbindung mit Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker sowie vier Gesangssolisten auf. Der Nachmittag beginnt mit dem „Stabat mater“ von Giuseppe Verdi, einer seiner letzten Kompositionen, in der er sein ganzes Opernschaffen musikalisch auf engstem Raum zusammenfasst. Das Werk aus dem Zyklus „Quattro pezzi sacri“ gehört zu seinen besten geistlichen Kompositionen.

Das Hauptwerk des Konzertes ist das „Requiem“ des Wiener Operettenkönigs Franz von Suppè, eine großangelegte Totenmesse, die in profunder Weise die Requiem-Traditionen seit Mozart und die Opernsprache eines Giuseppe Verdi glanzvoll vereint. Das selten gespielte Werk erklingt zum ersten Mal in der Salvatorkirche.

Die Zuhörer erwartet ein 80 minütiger Opernabend voller leichtfüßiger Tiefsinnigkeit! Solisten sind Sibylle Elsing (Foto: https://www.sibylla-elsing.de/), Franziska Orendi, Martin Koch und Harald Martini, die Gesamtleitung hat Kirchenmusikdirektor Marcus Strümpe. Karten zu 24 Euro gibt es unter www.salvatorkirche.de sowie an der Abendkasse.  


Tauschtag für Osterdeko
Die Osterdekoration durch eine andere schöne zu ersetzen ist die nachhaltige Idee des Tauschtages, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Hamborn im Vorfeld des Festes in die Friedenskirche, Duisburger Straße 174, einlädt. Dort gibt es am Freitag, 15. März 2024 von 15 bis 17 Uhr die Gelegenheit, sich von „Sattgesehenem“ zu trennen, damit anderen eine Freude zu machen und selbst neue Lieblingsstücke zu finden.
Der Eintritt ist frei, Anmeldungen sind nicht nötig. Rückfragen beantwortet Edith Bauer (01783148068). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.friedenskirche-hamborn.de.

Handgemalte Deko-Ostereier aus Rumänien (sie werden bei der Veranstaltung in Hamborn nicht zum Tausch angeboten); Foto: Rolf Schotsch.  


Literaturlesung im Begegnungscafé „Die Ecke“
Engagierte der Evangelischen Kirchengemeinde Duisburg Meiderich servieren im Begegnungscafé „Die Ecke“, Horststr. 44a, regelmäßig auch kulturelle Leckerbissen. Den nächsten literarischen Happen gibt es am Dienstag, 19. März 2024 um 19 Uhr, wenn im Begegnungscafé Passagen aus „Dass wir aus Meiderich sind“ von Manfred Wiegand zu hören sind. In dem Buch geht es um die Erinnerungen eines in den 1960er und 1970er aufgewachsenen Ruhrgebietsjungen an Fußball, Schule und andere wichtige Dinge.


In dem Buch geht es um die Erinnerungen eines in den 1960er und 1970er aufgewachsenen Ruhrgebietsjungen an Fußball, Schule und andere wichtige Dinge. Mehr Infos hat Yvonne de Temple-Hannappel, die Leiterin des Begegnungscafés (Tel. 0203 45 57 92 70, E-mail: detemple-hannappel@gmx.de). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.  

Es zeigt Yvonne de Temple-Hannappel (links) zusammen mit Gemeindemitarbeiterin Katja Hüther vor dem Begegnungscafé "Die Ecke". Foto: www.kirche-meiderich.de




9 500 Euro je Schülerin und Schüler an öffentlichen Schulen im Jahr 2022
Ausgaben je Schülerin und Schüler gegenüber 2021 um rund 4 % gestiegen

Die öffentlichen Haushalte haben im Jahr 2022 durchschnittlich 9 500 Euro für die Ausbildung einer Schülerin beziehungsweise eines Schülers an einer öffentlichen Schule ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das nominal (nicht preisbereinigt) rund 300 Euro beziehungsweise 4 % mehr als im Jahr 2021.

Gut drei Viertel der Gesamtausgaben (7 200 Euro bzw. 77 %) entfielen dabei auf die Personalkosten. Die restlichen Mittel wurden für den laufenden Sachaufwand (1 300 Euro bzw. 14 %) und Investitionen (900 Euro bzw. 10 %) bereitgestellt.



Pro-Kopf-Ausgaben variieren zwischen den Schularten teils deutlich
An allgemeinbildenden Schulen wurden im Jahr 2022 durchschnittlich 10 200 Euro je Schülerin und Schüler und somit 300 Euro (+3 %) mehr als im Vorjahr aufgewendet. Zwischen den Schularten zeigen sich teils deutliche Unterschiede in der Ausgabenhöhe. So beliefen sich die Pro-Kopf-Ausgaben an Grundschulen auf 8 200 Euro, während es an Integrierten Gesamtschulen rund 11 400 Euro waren. An Gymnasien wurden durchschnittlich 10 500 Euro je Schülerin und Schüler ausgegeben. 


Die Ausgaben an beruflichen Schulen lagen im Vergleich deutlich niedriger. Im Jahr 2022 wurden hier insgesamt 6 700 Euro je Schülerin und Schüler aufgewendet. Dies entspricht einer Steigerung um 300 Euro (+5 %) gegenüber dem Vorjahr. Erklärbar sind die niedrigeren Ausgaben an den beruflichen Schulen insbesondere mit überwiegendem Teilzeitunterricht an den Berufsschulen innerhalb des dualen Ausbildungssystems. 


Hohe Ausgaben je Schülerin und Schüler in den Stadtstaaten
Mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt stiegen die Ausgaben je Schülerin und Schüler im Jahr 2022 in allen Bundesländern. Die höchsten Ausgaben hatten die Stadtstaaten mit durchschnittlich 13 000 Euro. Berlin kam dabei auf 14 000 Euro, Hamburg auf 12 300 Euro und Bremen auf 9 900 Euro. In den Flächenländern reichten die Ausgaben zwischen 8 400 Euro in Mecklenburg-Vorpommern, 8 600 in Nordrhein-Westfalen und Sachsen und 10 400 Euro in Bayern.

Bei einem Ausgabenvergleich zwischen den Bundesländern ist zu beachten, dass sich nicht nur die Schulstruktur und das Unterrichtsangebot in den einzelnen Ländern unterscheiden, sondern auch Unterschiede hinsichtlich Schüler-Lehrer-Relationen, Besoldungsstruktur, Gebäudemanagement oder der zeitlichen Verteilung von Investitionsprogrammen vorliegen.

Studienjahr 2023: 1,6 % mehr Studienanfängerinnen und -anfänger
481 500 Studienanfängerinnen und -anfänger im Studienjahr 2023

Im Studienjahr 2023 (Sommersemester 2023 und Wintersemester 2023/2024) haben sich 481 500 Studienanfängerinnen und Studienanfänger erstmals für ein Studium an einer deutschen Hochschule eingeschrieben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 7 800 beziehungsweise 1,6 % mehr als im Studienjahr 2022. Damit ist die Erstsemesterzahl zum zweiten Mal in Folge gestiegen, liegt aber noch unter der Zahl für 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie (508 700).

Jüngster Anstieg der Erstsemesterzahlen verteilt sich ungleichmäßig auf Fächergruppen
Der Gesamtanstieg von 1,6 % bei den Studienanfängerzahlen zwischen 2022 und 2023 erfolgte in den Fächergruppen nicht einheitlich. Während in Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (+3,0 % auf 28 300), Geisteswissenschaften (+2,5 % auf 49 600) oder Ingenieurwissenschaften (+2,3 % auf 128 400) der Anstieg 2023 gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich ausfiel, verzeichneten die Fächergruppen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (+0,3 % auf 191 000) sowie Mathematik, Naturwissenschaften (+0,9 % auf 51 100) jeweils einen unterdurchschnittlichen Anstieg.
In der Fächergruppe Kunst, Kunstwissenschaft ergab sich gegenüber dem Studienjahr 2022 sogar ein Rückgang der Erstsemesterzahl um 0,6 % auf 15 500.


Studierendenzahl im Wintersemester 2023/2024 um 1,7 % niedriger als ein Jahr zuvor
Im Wintersemester 2023/2024 waren insgesamt 2 869 500 Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben, 1,7 % weniger als im Wintersemester des Vorjahres (2 920 300). Dabei verlief die Entwicklung gegenüber dem Wintersemester 2022/2023 bei den ausländischen und deutschen Studierenden gegensätzlich. Während die Zahl der deutschen Studierenden von 2 462 100 auf 2 400 400 um 2,5 % zurückging, erhöhte sich die Zahl der ausländischen Studierenden von 458 200 um 2,4 % auf 469 100.


Stromhandel: Deutschland zuletzt mit Importüberschuss - Stand 12.03.2024

Deutschland hat im vergangenen Jahr erstmals seit 2002 mehr Strom importiert als exportiert. Das geht aus dem Jahresbericht 2023 des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Laut vorläufigen Zahlen lag der Importüberschuss bei rund 9,2 Terawattstunden – im Vorjahr verzeichnete die Bundesrepublik noch einen Nettoexport von rund 29 Terawattstunden. Grund für die Trendwende ist vor allem der günstige Strom aus dem europäischen Ausland. Aufgrund dessen fiel im Inland auch die Stromerzeugung um etwa elf Prozent. Hinzu kommt ein Verbrauchsrückgang um drei bis vier Prozent bei allen leitungsgebundenen Energien (Erdgas, Strom, Fernwärme).


Rund die Hälfte des importierten Stroms stammt laut BDEW aus erneuerbaren Energien, jeweils ein weiteres Viertel aus Kernenergie und konventionellen Energieträgern. Auch bei der eigenen Stromerzeugung hat Deutschland 2023 erstmalig mehr als die Hälfte des Stromes aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt – den größten Teil aus Windenergie. Importiert wurde der Strom vorrangig aus Frankreich (12,4 Mrd. kWh), den Niederlanden (10,1 Mrd. KWh) und Dänemark (9,3 Mrd. KWh). Die größten Abnehmerländer des in Deutschland erzeugten Stroms sind Österreich (11,4 Mrd. KWh), die Schweiz (10,2 Mrd. KWh) und Niederlande (8,2 Mrd. KWh). Renè Bocksch
Infografik: Stromhandel: Deutschland zuletzt mit Importüberschuss | Statista

Hälfte der Stromimporte stammt aus Erneuerbaren Energien
Nach zwei Jahrzehnten mit Nettoexporten ist Deutschland 2023 erstmals wieder Nettoimporteur von Strom. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Lobby-Organisation Agora Energiewende (PDF-Download) zeigt, stammt die Hälfte dieser Stromimporte aus Erneuerbaren Energien. Strom aus Wasserkraft und Windkraft hatten hierbei den größten Anteil. An zweiter Stelle steht Strom aus Kernkraft. Auch bei der Zusammensetzung der deutschen Stromexporten ins Ausland liegt Erneuerbare Energie mit einem Anteil von 57 Prozent an erster Stelle. Braunkohle und Erdgas folgen erst mit einigem Abstand.


Die Gründe dafür, dass Deutschland jetzt erstmals seit langem wieder Nettoimporteur von Strom ist, lagen laut Agora Energiewende erstens im dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa in den letzten Jahren. Hinzu käme die Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke im April 2023, die durch den insgesamt nur moderaten Ausbau der Erneuerbaren Energien im Inland nicht unmittelbar vollständig kompensiert wurden.


Den meisten Strom hat Deutschland 2023 aus Frankreich bezogen. Zudem hätten die Kosten der Kohleverstromung im ersten Quartal 2023 die Kosten der Gasverstromung überstiegen, so dass die Stromerzeugung aus dem deutschen Kohle-Kraftwerkspark im Vergleich zur europäischen Gasverstromung teurer geworden wäre und damit zu einem starken Rückgang der Exporte und einem Anstieg der Importe geführt hätte. Matthias Janson
Infografik: Hälfte der Stromimporte stammt aus Erneuerbaren Energien | Statista

Erneuerbare Energie oft günstiger als konventionelle
Strom aus erneuerbaren Energien kann je nach verwendeter Technologie deutlich preiswerter produziert werden als Strom, der in konventionellen Kraftwerken gewonnen wird. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis einer Untersuchung des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (PDF-Download). Demnach ist Strom aus Gasturbinen und Steinkohlekraftwerke am teuersten in der Produktion. Hier liegen die Kosten zwischen 11 und 29 Cent pro Kilowattstunde. Am preiswertesten kann Energie hingegen durch Onshore-Windanlagen und Photovoltaikanlagen (PV) in Strom verwandelt werden. Die große Bandbreite bei den Stromkosten aus PV-Anlagen ergibt sich laut Quelle durch hohe Kostenunterschiede zwischen den verschiedenen Batteriesystemen.


Die aufzeigten Energieformen und Kraftwerke unterscheiden sich ihrem Wesen nach auch deutlich bei der Emission von Treibhausgaben. Wie diese Statista-Grafik zeigt, emittieren konventionelle Kraftwerke auf ihre Lebenszeit gerechnet deutlich mehr CO2 als Windkraft- oder Solaranlagen. Experten erwarten, dass die steigenden Kosten für CO2-Zertifikate die erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren noch wettbewerbsfähiger machen werden.


Potenzielle neue konventionelle Kraftwerke dagegen kommen in Deutschland wegen höherer CO2-Kosten nicht unter Stromgestehungskosten von 7,8 Cent pro Kilowattstunde. Im Technologievergleich der Studie werden die Stromgestehungskosten der erneuerbaren Energietechnologien PV, Wind, Biogas und feste Biomasse an Standorten in Deutschland anhand von Marktdaten zu spezifischen Investitionen, Betriebskosten und weiteren technischen und finanziellen Parametern ermittelt.


Konventionelle Kraftwerke (Braunkohle, Steinkohle, GuD und Gasturbinen) werden ebenfalls unter verschiedenen Anlagenausprägungen sowie Annahmen für den Bau und den Betrieb dieser Kraftwerke untersucht. Aktuell wird die meiste Energie noch aus fossilen Energieträgern, insbesondere aus dem Energieträger Erdöl, erzeugt. T


rotzdem ist erkennbar, dass auch weltweit ein Umdenken mit Blick auf eine nachhaltigere Zukunft stattfindet und die Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien jährlich steigt. Im Ländervergleich wird deutlich, dass Afrika knapp die Hälfte der eigen erzeugten Energie aus regenerativen Energieträgern produziert. In Europa beispielsweise werden lediglich rund vier Prozent der Gesamtenergie aus Erneuerbaren Energien erzeugt - hier ist die Nutzung von fossilen Energieträgern noch stark präsent.
Infografik: Erneuerbare Energie oft günstiger als konventionelle | Statista

So hoch sind die Strompreise für die Industrie DEUTSCHLAND IM MITTELFELD
Die Industriepreise für Strom variieren zum Teil deutlich in den Ländern der Europäischen Union und sorgen so bei Unternehmen für unterschiedliche Ausgangspositionen im globalen Wettbewerb. Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres lag Dänemark laut Eurostat-Daten mit 44 Cent pro Kilowattstunde an der Spitze des Ländervergleichs. Am günstigsten war der Strom dagegen in Finnland (17 Cent) und Frankreich (15 Cent). Deutschland liegt mit 26 Cent im Mittelfeld.


In Deutschland wird derzeit über einen staatlich gestützten Industriestrompreis diskutiert. Wirtschaftsminister Habeck will mit staatlichen Milliardenhilfen wettbewerbsfähige Strompreise für die Industrie ermöglichen. Langfristig ist demnach ein "Transformationsstrompreis" geplant. Die Industrie soll von günstigem Strom aus erneuerbaren Energien profitieren. Maßnahmen dazu brauchten aber Zeit, hieß es in dem entsprechenden Papier. Deswegen soll es in einer Zwischenphase bis 2030 einen "Brückenstrompreis" geben von sechs Cent pro Kilowattstunde.
Infografik: So hoch sind die Strompreise für die Industrie | Statista